TV Tip – Schlank durch Schokolade

Schlank durch Schokolade. Manipulation in der Wissenschaft.

Ich weiß, Schokolade hat nichts mit Vitamin D zu tun. Dennoch ist dieser Film über die Abnehm-Industrie sehr interessant, da er zeigt, wie Studien manipuliert werden können und auch wie die Verflechtung zwischen Medizin, verschiedenen Beratungs-Gesellschaften und der Industrie wirklich aussieht.

Die Redakteure haben verschiedene Diät-Empfehlungen der Deutschen Adipositas Gesellschaft, die sogenannten S3-Leitlinien, unter die Lupe genommen und dabei festgestellt,

dass die vorsitzenden Ärzte auch oftmals in den Gremien der Diät-Firmen sitzen. Sie empfehlen somit Diäten, und bekommen gleichzeitig teilweise Geld von den Firmen, die sie empfehlen. Und das scheint so üblich zu sein.

Arte macht auch deutlich dass ein weiteres Problem ist, dass die Industrie die meisten Studien finanziert – da ist es kein Wunder, dass eine Studie, die so die Wirkung z. B. eines Diätdrinks untersucht, hinterher feststellt, dass dieser Diätdrink Wunder wirkt. Es gibt den schönen Satz „Beiß nicht die Hand die dich füttert“ – ich finde ihn hier sehr passend.

Arte hat daraufhin ein Experiment gemacht, um zu untersuchen, wie leicht man Studien fälschen kann. Sie haben eine Studie durchgeführt, die beweisen soll, dass Schokolade schlank macht. Das ist natürlich völliger Unsinn, und sie wollen wissen, ob sie die Daten so drehen können, dass ihnen dieser Unsinn geglaubt wird.

Sie laden 16 Studien-Teilnehmer, die dafür auch einen kleinen Obolos bekommen, ein und teilen sie in 3 Gruppen auf: eine Interventionsgruppe, die Schokolade isst und Diät hält, und zwei Kontrollgruppen. Eine Kontrollgruppe hält Diät und isst keine Schokolade, die andere isst ganz normal weiter. So kann theoretisch untersucht werden, ob die Schokolade und Diät-Gruppe mehr abnimmt als die Diät-Gruppe ohne Schokolade bzw. die Normalesser, und genau dann könnte der Schluss gefolgert werden, dass Schokolade beim Abnehmen hilft.

Diese Studienteilnehmer müssen erst einen Fragebogen ausfüllen, bevor sie in die Gruppen eingeteilt werden. Anhand des Fragebogens wird entschieden, welche Gruppe passend ist. Und dies ist schon ein Trick, um das gewünschte Ergebnis zu verfälschen: Stellt sich in dem Fragebogen heraus, dass eine Person generell große Probleme mit dem Abnehmen hat, kommt sie nicht in die Interventionsgruppe sondern in die Kontrollgruppe. Somit werden möglichst nur diejenigen in die Schokoladengruppe aufgenommen, von denen man den meisten Abnehm-Erfolg verspricht. Tatsächlich werden bei normalen Studien auch sogenannte „Run-Ins“ durchgeführt – Vortestungen, ob eine Person in die Studie passt, ob sie überhaupt aufgenommen wird oder besser in die Kontrollgruppe passt. Das verfälscht natürlich das Ergebnis.

Am Anfang hat Arte bei ihrem Experiment viele Werte der Studienteilnehmer gesammelt. Sie nahmen so Blut- und Urinproben, auch um festzustellen, ob sich die Werte in der Schokoladengruppe verändern. Je mehr Werte, umso mehr kann man damit hinterher statistisch „spielen“ und sich die Daten rauspicken, die die Wunschhypothese unterstützen – ein zweiter Trick.

Nach 3 Wochen hat man alle Daten gesammelt und ausgewertet – und hier wurde wieder verfälscht. So mussten die Kontrollgruppen vor dem Schlusswiegen erstmal ein großes Glas Wasser trinken – klar, dass sie dann mehr auf der Wage hatten. 2 Studienteilnehmer flogen im Nachhinein raus – dies ist wieder ein üblicher Trick, um das Ergebnis zu verfälschen. Die Studienteilnehmer, die dann scheinbar nicht in die Studie „passen“, werden im Nachhinein rausgerechnet, bzw. es fließt nur der letzte Wert der Person, der noch gestimmt hat, ein, danach wird er herausgerechnet.

Bei der Auswertung haben schließlich die Redakteure nur mit den Daten gearbeitet, die ihre These unterstützen. D. h. sie haben geschaut, ob sie so z. B. einfach die Daten jedes 3. Tages nehmen können, ob dann ein passenderes Ergebnis herauskommt. Wenn man dann z. B. feststellt, dass an jedem 3. Tag die Leute in der Interventionsgruppe am meisten abgenommen haben, dann kann man schön eine Grafik aufbauen, die genau das belegt – dass dabei die Daten der anderen Tage unterschlagen werden, spielt dann keine Rolle mehr.

Letztlich hat ein Daten-Spezialist es geschafft, die Kurven so zu „basteln“ dass zum einen belegt wird, dass die Schokoladengruppe mehr abgenommen hat, und zum anderen belegt wird, dass sich mit Schokolade kein Jojo-Effekt einstellt.

Daraus schrieben die Redakteure einen wissenschaftlichen Text und suchten nach einem medizinischen Journal, das ihre Studie veröffentlichen würde. Natürlich sieht man bei genauerem Hinsehen sofort, dass hier nur Humbug veröffentlicht wird – schließlich ist eine Gruppe nur 4 bis 5 Teilnehmer groß, was zu keinem statistisch relevanten Ergebnis führen kann. Die Frage ist, ob solch eine unseriöse Studie auch veröffentlich werden kann. Und tatsächlich: Für etwas Geld veröffentlicht das „International Archives of Medicine“ ihren Text und somit haben die Arte-Redakteure ihre Studie in einem medizinischen Journal publiziert.

Nun gründeten die Redakteure das „Institut of Diet and Health“ mit einer schicken Webseite und medizinisch komplizierten Texten, um mit ihrer Studie ernst genommen zu werden. Gleichzeitig machen sie eine „Chocolate transformation“ Facebook Seite auf, kaufen dafür Freunde ein, und stellen Testimonial-Videos ins Netz: Sie kaufen so z. B. für nur 15 Dollar das Video einer Amerikanerin, die im Bikini stolz behauptet, mit dieser Schokoladendiät abgenommen zu haben.

Dann schickten Sie eine Pressemitteilung raus – und nach einer Zeit des Wartens schließlich bissen die Medien an:

Zuerst veröffentlichte Bild die Meldung „Wer Schokolade isst, nimmt schneller ab“, und die anderen Medien folgen: Cosmopoliton, Brigitte, RTL und Focus.

Dann schicken sie die Pressemitteilung nach Großbritannien und Amerika raus – und Medien in England, Indien, Australien, Russland, Afrika und schließlich Amerika greifen die Meldung auf. Kein Journalist hat ernsthaft die Studie überprüft, sondern einfach der Pressemitteilung geglaubt.

Tatsächlich ist es sehr schwer, als Nicht-Mediziner Studien zu überprüfen – zum einen sind nicht alle im Netz einfach so zugänglich, zum anderen sind sie in einer Fachsprache gehalten, die ein Nicht-Mediziner nicht automatisch versteht. Auch ich habe Schwierigkeiten, die Original-Texte von Studien komplett zu verstehen.

Bedeutet das, das man keiner Studie trauen kann? Ich persönlich bin tatsächlich skeptisch bei Medikamentenstudien, da dahinter oftmals Konzerne stecken, die die Studien bezahlen. Warum bin ich dann bei Vitamin-Studien weniger skeptisch? Zum einen glaube ich nicht, dass so viele Vitamin-Studien, die veröffentlicht werden, von Vitamin-Firmen finanziert werden. Mit Vitaminen lässt sich einfach nicht das große Geld machen, mit dem man dann Studien finanziert. Zum anderen glaube ich an die tatsächliche Wirkung von Vitaminen wie dem Vitamin D3. Wenn eine Studie von einer positiven Wirkung von Vitamin D3 berichtet, halte ich das für wahrscheinlich. Ich werde allerdings dann z. B. skeptisch, wenn man die Wirkung eines Vitamins mit z. B. der Wirkung eines Antidepressivas vergleicht, weil ich dann nicht weiß, ob hinter dieser Studie wieder Konzerne stehen. Letztlich muss man sich immer die Frage stellen „Cui Bono?“ – Wem zum Vorteil? Oder: Wer profitiert?

Auf jeden Fall kann ich diesen Film nur empfehlen. Er läuft bis zum nächsten Freitag, den 12. Juni auf arte:

http://www.arte.tv/guide/de/052711-000/schlank-durch-schokolade?autoplay=1

Unbedingt anschauen!

18.300 Tote durch Vitamin-D-Mangel?

18.300 Tote im Jahr in Deutschland durch Vitamin-D-Mangel? Länger leben mit gesundem Vitamin D-Spiegel!

Im British Medical Journal wurde eine Metaanalyse unter der Leitung von Prof. Dr. A. Zittermann veröffentlicht, die diesen Zusammenhang vermutet. Die Autoren gehen soweit zu schätzen, dass 18.300 Menschen in Deutschland jährlich nicht sterben müssten, wenn ihr Vitamin D-Spiegel mindestens 78 nmol/l ist, das entspricht 30 ng/ml (ein Wert, der von den meisten Laboren als Mindestwert angesehen wird, es gibt jedoch Autoren, die 50 oder 80 ng/ml als erstrebenswert ansehen, aber das soll hier nicht Thema sein). Kreuz aus bunten Quadraten

Das Forscherteam hat dazu Daten aus dem Statistischen Jahrbuch herangezogen, ebenso den Vitamin D-Status von 1.343 Personen mit einem hohen Sterblichkeitsrisiko aus der DEVID-Studie und Daten von 2 prospektiven Kohorten Studien über die höhere Sterblichkeit von Personen mit inadäquaten Vitamin-D-Spiegel. (Eine prospektive Kohorten Studie überprüft Behandlungsmethoden von definierten Gruppen, indem sie selbst Daten erhebt). Aus diesen Daten haben die Wissenschaftler dann hochgerechnet, dass das Leben von 18.300 Personen jährlich verlängert werden kann, wenn diese Personen einen ausreichenden Vitamin D-Status haben. Über 18.000 Menschen könnten somit länger leben, wenn Sie ausreichend Vitamin D zu sich nehmen würden!

Auch eine andere Metaanalyse unter der Leitung von Dr. Ben Schöttker unterstützt die These, dass Vitamin D-Mangel die Mortalität erhöhen kann. Hier wurden Daten von 26.018 Personen im Alter von 50 bis 79 Jahren aus Europa und Nordamerika gesammelt und der Vitamin-D-Gehalt im Serum überprüft – er lag zwischen 24 und 62 nmol/l, das sind zwischen 9,6 und 24,8 ng/ml – damit hatten alle einen Mangel, manche sogar einen extremen Mangel. Im Schnitt wurden die Teilnehmer zwischen 4,2 und 15,8 Jahre „begleitet“, in dieser Zeit starben 6,695 Personen, davon 2.624 aufgrund von Herzreislauf-Problemen und 2,227 aufgrund von Krebs. Die Personen im untersten Fünftel an Vitamin-D-Versorgung hatten eine 1,57fache erhöhte allgemeine Mortalität, 1,7fache erhöhte Sterblichkeit durch Krebs und eine 1,41fache bwz. 1,6erhöhte kardiovaskuläre Sterblichkeit (mit bzw. ohne kardiovaskuläre Vorerkrankung).

Das bedeutet nicht, dass die Menschen direkt an Vitamin-D-Mangel starben, sondern an den Erkrankungen. Die Frage ist nur: Was war zuerst da? Was hat was verursacht? Hat der Vitamin-D-Mangel zur Folge dass ein Mensch schneller erkrankt und dann eher stirbt? Oder gehen kranke Menschen eher nicht an die Sonne, so dass sie automatisch einen niedrigeren Wert haben?

Diese Frage kann mit den Daten von Dr. Schöttker nicht beantwortet werden, dazu bedarf es nach Zittermann einer randomisiert-kontrollierten Interventionsstudie. Ich möchte das mal übersetzen: Es müsste eine Studie sein, durch die durch Zufall Personen in zwei Gruppen aufgeteilt werden und dann würde die eine Gruppe Vitamin D erhalten und die anderen Gruppe nicht. So wäre es vorstellbar, dass man bei Kranken dergleichen Erkrankung bei einer Gruppe den Vitamin-D-Spiegel anhebt und bei der Kontrollgruppe mit Kranken nicht. Dann würde man den Spiegel bei der einen Gruppe oben lassen und über Jahre die Auswirkungen in beiden Gruppen beobachten. Ich persönlich könnte solch eine Studie nur mit schlechten Gewissen durchführen, da einer Gruppe dies lebenswichtiges Vitamin vorenthalten würde.

Es gibt weitere Langzeitstudien, deren Ergebnisse man zwischen 2017 und 2020 erwartet. Ich persönlich vermute, dass die Ergebnisse in die gleiche Richtung gehen. Was bei der Studie von Schöttker auffällig ist, dass alle über 50jährigen an Vitamin D unterversorgt waren. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ältere weniger in die Sonne gehen, und wenn sie in die Sonne gehen, dann mit mehr Kleidung als z. B. eine 20jährige. Auch deshalb müssen Senioren erst recht auf ihren Vitamin D-Spiegel achten.

Die Studien machen jedenfalls klar, wie wichtig es ist, auf seinen Vitamin-D-Spiegel zu achten. Keine Angst vor Überdosierung: Es ist noch nie jemand an einem zu hohen Vitamin-D-Spiegel gestorben. Doch nach der Studie von Zittermann könnten tausende länger leben, wenn sie auf ihren Vitamin-D-Spiegel achten würden!

 

Quellen: Brinkmann, Inge: Wer sehr niedrige Vitamin-D-Spiegel hat, hat ein erhöhtes Sterberisiko – aber warum? In: Medsape Deutschland. Innere Medizin. Auf: HYPERLINK „http://www.medscapemedizin.de/artikel/4902366″ http://www.medscapemedizin.de/artikel/4902366 (Abruf vom 20.05.2015)

Schöttker, B., Ball, D., Gellert, C., Brenner, H.: Serum 25-hydroxyvitamin D levels and overall mortaility. A systemativ review and meta-analysis of prospective cohort studies. In: PubMed. Auf: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22343489(Abruf vom 20.05.2015).

Zittermann, A., von Helden, R., Grant, W. Kipshoven, C., Ringe, JD.: An estimate of the survival benefit of improving vitamin D status in the adult german population. In: PubMed. Auf: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=21572875 (Abruf vom 20.05.2015).

Vitamin-C und Krankheitsprophylaxe

Die Verwendung von Vitamin-C in der Krankheitsprophylaxe.

Vitamin-C wird für das Wachstum und die Reparatur von Gewebe benötigt. Außerdem ist es ein Antioxidans, welches Schäden verhindern kann, die durch freie Radikale verursacht werden. Ein Mangel an Vitamin-C kann zu zahlreichen Problemen führen, wie trockenem, splittrigem Haar, schlechter Wundheilung, Nasenbluten und einem schlechten Immunsystem. Die gravierendste Form des Vitamin C Mangels ist der Skorbut.

Vitamin-C Abbildung

Vitamin-C und mögliche Erfolge in der Krankheitsbekämpfung

Aber Vitamin-C ist nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden wichtig, es spielt auch bei der Verhinderung von Krankheiten eine wichtige Rolle.

  • Herzprobleme:

Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass Vitamin-C die Arterien vor Verkalkung schützen kann. Es verhindert, dass LDL Cholesterin Plaques bildet, die die Arterien verstopfen. Verstopfte Arterien können zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

  • Bluthochdruck:

Bevölkerungsstudien haben gezeigt, dass Vitamin-C das Risiko für Bluthochdruck senken kann.

  • Krebs:

Studien an großen Bevölkerungsgruppen haben ergeben, dass Personen, die eine Vitamin-C reiche Kost zu sich nehmen, für einige Krebsarten, darunter Hautkrebs und Brustkrebs, ein geringeres Erkrankungsrisiko besitzen.

  • Arthritis:

Der Körper benötigt Vitamin-C um Kollagen zu produzieren, die ein wichtiger Bestandteil des Knorpels sind. Arthritis zerstört den Knorpel, was zu Druck auf Knochen und Gelenke und entsprechenden Schmerzen führt. Außerdem wird der Knorpel durch frei Radikale angegriffen. Vitamin-C ist ein Radikalenfänger. Studien weisen darauf hin, dass eine Ernährung, die reich an Vitamin C ist, vor Arthritis schützen kann.

  • Altersbedingte Augenkrankheiten:

Im Zusammenwirken mit Zink, Beta-Karotin und Vitamin E schützt Vitamin C die Augen vor der altersbedingten Makulardegeneration.

  • Präeklampsie:

Einige Studien weisen darauf hin, dass Vitamin-C Präeklampsie verhindern kann. Bei dieser, während der Schwangerschaft auftretenden, Krankheit leidet die Schwangere unter Bluthochdruck, Wassereinlagerungen im Körper und einer erhöhten Eiweißausscheidung im Urin.

  • Asthma:

Einige Studien zeigen, dass höhere Dosen von Vitamin-C im Körper vor Asthma schützen können.

  • Stärkung des Immunsystems
  • Aufrechterhaltung der Mundgesundheit
  • Verbesserung der Sehfähigkeit bei Personen, die unter einer Uveitis (Regenbogenhautentzündung) leiden. Dies ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut.
  • Behandlung von allergischen Erkrankungen

Diese sind z. B. Heuschnupfen, Asthma, Ekzeme oder eine allergisch bedingte Nebenhöhenentzündung.

  • Behandlung von Sonnenbrand
  • Verhinderung eines trockenen Mundes bei der Einnahme von Antidepressiva

Dies ist eine häufige Nebenwirkung dieser Medikamente.

  • Unterstützung der Hautheilung bei Verbrennungen oder Verletzungen
  • Senkung des Blutzuckers bei Diabetikern

Quelle: University of Maryland Medical Center http://umm.edu/health/medical/altmed/supplement/vitamin-c-ascorbic-acid

Weitere Quellenangaben am Ende des Originalartikels

 

Offizielle Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Die empfohlene Tagesdosis für Vitamin-C liegt bei Kindern (je nach Alter) zwischen 20 und 100 mg/Tag, für Frauen bei 95 mg/Tag und für Männer bei 100 mg/Tag. Raucher benötigen ca. 35 mg/Tag mehr. Zur Behandlung von Krankheiten werden in der Regel zwischen 500 mg und 1.000 mg pro Tag benötigt.

Die oben aufgeführten Angaben in mg sind natürlich nicht mehr zeitgemäß und viel zu gering.

Krebstherapie mit intravenösem Vitamin-C

In den 1960er Jahren fanden die ersten Versuche statt, mit Hilfe von Vitamin-C Krebs zu bekämpfen. In diesen Studien wurde das Vitamin-C oral verabreicht. Bei oraler Aufnahme kann der Körper aber nur eine gewisse Menge Vitamin-C verarbeiten. Der Rest wird ausgeschieden. Daher konnten diese ersten Versuche keinen überzeugenden Erfolg verbuchen.

In einer neueren Untersuchungsreihe wurden mehr als 1.000 Krebspatienten mit sehr hohen Dosen von Vitamin-C behandelt, das sowohl oral als auch intravenös verabreicht wurde. Diese Patienten lebten viermal länger als Patienten, denen kein Vitamin-C verabreicht worden war.

Intravenös können wesentlich höhere Dosen an Vitamin C verabreicht werden. In diesen hohen Dosen besitzt Vitamin C eine andere Wirkung als bei oraler Einnahme. Oral eingenommenes Vitamin C kann zwar die Zellreparatur unterstützen, ist aber zu schwach, um Krebszellen selber anzugreifen. Werden dagegen hohe Dosen direkt in den Blutkreislauf gebracht, kann es die Konzentration an Hydrogen Peroxid im Gewebe erhöhen. Durch Peroxide hervorgerufene Zerstörung ist die Methode, die die weißen Blutkörperchen nutzen, um Krebs zu bekämpfen. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass hohe Vitamin C Konzentrationen das Wachstum der Krebszellen verhindern und bei vielen Krebsarten sogar die Krebszellen zerstören können. Vitamin C kann in hohen Dosen von bis zu 100 g pro Tag intravenös verabreicht werden. Dabei sollte die Dosis langsam gesteigert werden. Die Vitamin C Therapie kann mit einer Chemo- oder Strahlentherapie kombiniert werden. Das Medizin-Zentrum der Universität Kansas erlaubt ausdrücklich diese Kombination von Therapien.

Forscher der Universität Kansas haben Vitamin C im Labor in menschliche Gebärmutterkrebszellen injiziert. Ebenso in einer Versuchsreihe mit Mäusen und mit Patienten mit einer fortgeschrittenen Krebserkrankung. Sie fanden heraus, dass die Krebszellen des Gebärmutterkrebses empfindlich auf Vitamin C reagieren, während die normalen Körperzellen nicht beeinflusst werden. Sowohl in den Mäuse- als auch in der Patientenstudie wurde Vitamin C mit einer Chemotherapie kombiniert. In den Mäusexperimenten konnte eine Verlangsamung des Krebszellenwachstums beobachtet werden. Die Patienten berichteten von weniger Nebenwirkungen bei der Chemotherapie.

Die Möglichkeiten der Krebstherapie mit Vitamin C müssten durch weitere Studien erforscht werden. Da Vitamin C nicht patentiert werden kann, hat die Pharmaindustrie jedoch kein Interesse daran, entsprechende Studien zu finanzieren. Daher ist es für interessierte Forscher sehr schwer, entsprechende Studien durchzuführen.

Quellen: Intelligent Medicine http://drhoffman.com/article/intravenous-vitamin-c-for-cancer-2/

BBC Medicine: http://www.bbc.com/news/health-26038460

Mit hochdosiertem Vitamin D3 schützen

Der eigenen Körper lässt sich durch eine immunisierende Therapie mit Vitamin D3 vor Erkältung und Grippe schützen

Grippe sowie Erkältung mit Vitamin D bekämpfen

Wieviel hochdosiertes Vitamin D3 wird benötigt um eine Grippe vorzubeugen? Wieviele Einheiten… funktioniert dies überhaupt?

Eine Therapie mit hochdosiertem Vitamin D3 kann Grippe und Erkältung vorbeugen. Die Gabe des Vitamins kann zu einer natürlichen Stärkung des Immunsystems führen und findet innerhalb Europas als vorbeugend therapeutisches Verfahren unter der Aufsicht vieler Ärzte Verwendung. Das Immunsystem wird auf diese Weise gestärkt und sozusagen gegen Grippe, sowie Erkältung abgehärtet. Die Patienten können Dank der Anwendung des natürlichen Verfahrens demzufolge auf eine Impfung gegen Grippe verzichten und sich trotzdem gegen die Erkrankung absichern. Lediglich Patienten mit Sarkoidose, mit Funktionsstörungen der Niere, mit einem hohem Level an Calcium im Blut oder mit ähnlichen Konstitutionen sind für die therapeutische Methode ungeeignet.

Anwender sollten vor Beginn der vorbeugenden Therapie Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen, um sich ausführlich beraten zu lassen. Kleinkinder sollten nicht an diesem therapeutischen Verfahren teilnehmen. Stillende Mütter sind von der Teilnahme dagegen nicht ausgeschlossen. Für Kinder und andere Patienten mit einem Körpergewicht von unter 75 Kilogramm wird als Einstieg in die Therapie eine Dosis von 1000 internationalen Einheiten Vitamin D3 pro Pfund des Körpergewichts empfohlen.

Eine Person mit 50 Kilogramm Körpergewicht würde demzufolge mit einer Dosis von 50 000 internationalen Einheiten des Vitamins in die Therapie starten. Dazu würde die Person das Vitamin täglich drei Mal in der errechneten Dosis einnehmen. Die darauffolgenden drei Tage lang reduziert der Patient die errechnete Dosis um exakt die Hälfte der ursprünglichen Menge.

Von diesem Therapieverfahren unterscheidet sich die Anwendung der Therapie für Erwachsene mit einem Gewicht von 75 Kilogramm oder mehr. Solche Patienten nehmen über die ersten drei Tage statt 1000 internationalen Einheiten pro Pfund des Gewichts täglich je 150 000 internationale Einheiten des Vitamins zu sich. Nach den ersten drei Tagen zu dieser hohen Dosierung reduzieren die Patienten die Zufuhr des Vitamins auf 100 000 internationale Einheiten. In dieser reduzierten Konzentration nehmen sie das Vitamin drei weitere Tage lang täglich zu sich. Über die letzten drei Tage der Therapie wird die Dosis dagegen ein zweites Mal reduziert, sodass Patienten über diesen Zeitraum nur noch 50 000 internationale Einheiten Vitamin D3 zu sich nehmen. Nach insgesamt neun Tagen ist die stärkende Therapie für sie beendet und der Schutz vor Erkältung, sowie Grippe besteht.

Empfehlung: Sollten Sie dies in Betracht ziehen, lassen Sie sich bitte vorher unbedingt von einem Heilpraktiker beraten.

Quelle:

towncenterwellness.com (Quelle: http://towncenterwellness.com/learning-center/vitamins-and-mineral-info/vitamin-d-cholecalciferol-d3/vitamin-d-therapy-instructions/)