Mit hochdosiertem Vitamin D3 schützen

Der eigenen Körper lässt sich durch eine immunisierende Therapie mit Vitamin D3 vor Erkältung und Grippe schützen

Grippe sowie Erkältung mit Vitamin D bekämpfen

Wieviel hochdosiertes Vitamin D3 wird benötigt um eine Grippe vorzubeugen? Wieviele Einheiten… funktioniert dies überhaupt?

Eine Therapie mit hochdosiertem Vitamin D3 kann Grippe und Erkältung vorbeugen. Die Gabe des Vitamins kann zu einer natürlichen Stärkung des Immunsystems führen und findet innerhalb Europas als vorbeugend therapeutisches Verfahren unter der Aufsicht vieler Ärzte Verwendung. Das Immunsystem wird auf diese Weise gestärkt und sozusagen gegen Grippe, sowie Erkältung abgehärtet. Die Patienten können Dank der Anwendung des natürlichen Verfahrens demzufolge auf eine Impfung gegen Grippe verzichten und sich trotzdem gegen die Erkrankung absichern. Lediglich Patienten mit Sarkoidose, mit Funktionsstörungen der Niere, mit einem hohem Level an Calcium im Blut oder mit ähnlichen Konstitutionen sind für die therapeutische Methode ungeeignet.

Anwender sollten vor Beginn der vorbeugenden Therapie Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen, um sich ausführlich beraten zu lassen. Kleinkinder sollten nicht an diesem therapeutischen Verfahren teilnehmen. Stillende Mütter sind von der Teilnahme dagegen nicht ausgeschlossen. Für Kinder und andere Patienten mit einem Körpergewicht von unter 75 Kilogramm wird als Einstieg in die Therapie eine Dosis von 1000 internationalen Einheiten Vitamin D3 pro Pfund des Körpergewichts empfohlen.

Eine Person mit 50 Kilogramm Körpergewicht würde demzufolge mit einer Dosis von 50 000 internationalen Einheiten des Vitamins in die Therapie starten. Dazu würde die Person das Vitamin täglich drei Mal in der errechneten Dosis einnehmen. Die darauffolgenden drei Tage lang reduziert der Patient die errechnete Dosis um exakt die Hälfte der ursprünglichen Menge.

Von diesem Therapieverfahren unterscheidet sich die Anwendung der Therapie für Erwachsene mit einem Gewicht von 75 Kilogramm oder mehr. Solche Patienten nehmen über die ersten drei Tage statt 1000 internationalen Einheiten pro Pfund des Gewichts täglich je 150 000 internationale Einheiten des Vitamins zu sich. Nach den ersten drei Tagen zu dieser hohen Dosierung reduzieren die Patienten die Zufuhr des Vitamins auf 100 000 internationale Einheiten. In dieser reduzierten Konzentration nehmen sie das Vitamin drei weitere Tage lang täglich zu sich. Über die letzten drei Tage der Therapie wird die Dosis dagegen ein zweites Mal reduziert, sodass Patienten über diesen Zeitraum nur noch 50 000 internationale Einheiten Vitamin D3 zu sich nehmen. Nach insgesamt neun Tagen ist die stärkende Therapie für sie beendet und der Schutz vor Erkältung, sowie Grippe besteht.

Empfehlung: Sollten Sie dies in Betracht ziehen, lassen Sie sich bitte vorher unbedingt von einem Heilpraktiker beraten.

Quelle:

towncenterwellness.com (Quelle: http://towncenterwellness.com/learning-center/vitamins-and-mineral-info/vitamin-d-cholecalciferol-d3/vitamin-d-therapy-instructions/)

Heilende Effekte von hochdosiertem Vitamin D3

150.000 internationale Einheiten Vitamin D3 haben die Bewegungsschmerzen von unterversorgten Immigranten gelindert.

Hochdosiertes Vitamin D3 bei Problemen mit Bewegungsapparat

Wie wirkt sich hochdosiertes Vitamin D3 bei starken Schmerzen im Bewegungsaparat aus?

Viele Einwanderer aus nicht-westlichen Staaten leiden unter Schmerzen des Muskelskeletts, die ihre Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen und nur schwer effektiv behandelt werden können. Diese Schmerzen stehen möglicherweise in Zusammenhang mit einer Unterversorgung an Vitamin D, von der gerade innerhalb östlicher Staatsgruppen mitunter häufig berichtet wird. In einer Studie entdeckt Ferdinand Schreuder zusammen mit seinen Kollegen zwischen den Jahren 2008 und 2010 den positiven Effekt, den die Nahrungsergänzung mit hochdosiertem Vitamin D3 auf den schmerzenden Bewegungsapparat von Einwanderern bewirken kann. 84 Immigranten, die aus dem Nahen Osten, der Türkei, Afrika und Somalia ins westliche Europa eingewandert waren, stellten sich für die Studie zur Verfügung. Sie alle hatten mit anhaltenden Schmerzen des Bewegungsapparats zu kämpfen, die mitunter ihre Fähigkeit zur Bewältigung von Treppen beeinträchtigten. Bei jedem der Teilnehmer lag zu Beginn der Studie außerdem eine Mangelerscheinung an Vitamin D vor.

Die Studienteilnehmer wurden in oraler Gabe zwischen sechs und zwölf Wochen lang mit 150,000 ie (internationale Einheiten) Vitamin D3 versorgt. Sechs Wochen und zwölf Wochen nach der Gabe des Vitamins befragte man sie abermals zu ihrem gesundheitlichen Zustand. Die Ergebnisse der Studie bauen demzufolge auf dem subjektiven Empfinden der Studienteilnehmer nach der Einnahme des hochdosierten Vitamins auf. Patienten, die die Nahrungsergänzung über zwölf Wochen zu sich genommen hatten, berichteten eher von einer Verbesserung, als Teilnehmer, die lediglich über sechs Wochen mit dem hochdosierten Vitamin versorgt wurden.

Die Kontrollgruppe, der lediglich ein Placebo zugeführt wurde, berichtete von einer deutlich geringeren Verbesserung der Schmerzen, als die Gruppe, die das Vitamin erhalten hatte. Die Patienten, die statt dem Placebo tatsächlich das Vitamin eingenommen hatten, sprachen nach sechs Wochen sogar zu einem relativ hohen Anteil von 35 Prozent über nachlassende Schmerzen. 21 Prozent derer, die das Vitamin erhielten, berichteten sechs Wochen nach der hochdosierten Gabe von Vitamin D3 außerdem, gegenwärtig leichter Treppen überwinden zu können. Innerhalb der Kontrollgruppe sprachen nur acht Prozent von einer damit vergleichbaren Verbesserung, was die Vermutung über die Wirksamkeit der Vitamingabe noch bestärkt. Nach zwölf Wochen schätzten 19 Prozent aller Teilnehmer in der Vitamin-D3-Gruppe die Verbesserung ihres gesundheitlichen Zustands als deutlich wahrnehmbar ein. 45 Prozent von ihnen berichteten zumindest von einer leichten Verbesserung. Der Anteil der Teilnehmer, die von einen gleichbleibenden oder sogar leicht bis schwerwiegend verschlechterten Zustand berichteten, lag dagegen bei einem verschwindend geringen Satz von je unter zehn Prozent.

Die regelmäßige Gabe von Vitamin D3 in der hohen Dosierung von 150 000 internationalen Einheiten lässt für Patienten mit einer Unterversorgung an Vitamin D diesen Beobachtungen zufolge eine Verbesserung von Schmerzen des Bewegungsapparats erwarten.

Quelle:

http://www.vitamindwiki.com/150,000+IU+vitamin+D+reduced+pain+in+immigrants+%E2%80%93+RCT+Dec+2012

Hochdosiertes Vitamin D3 – Mythos Überdosierung

Der Mythos von der schnellen Überdosierung. Ist die Panik vor hochdosiertem Vitamin D3 wirklich angebracht?

Wenn ich heute Menschen von meinen Vitamin D3-Dosen erzähle, dann ernte ich oft erstaunen. Die Leute nehmen ohne zu zögern Medikamente mit teilweise schlimmen Nebenwirkungen ein, aber die Angst vor dem natürlichen Vitamin D ist größer. Das verwundert mich immer wieder. Man muss aber bedenken, dass die Menschen jedem, der in einem weißen Kittel herumläuft, erstmal bedingungslos glauben. Leider haben aber genau diese „Weißkittel“ oftmals keine Ahnung von Vitamin D3 und anderen alternativen Heilmethoden. Ein Beispiel: Eine Bekannte hatte einen extrem niedrigen Spiegel von 9 ng/ml. Der Arzt verschrieb ihr 1000 IE Vitamin D3 täglich. Das ist viel zu wenig, um einen so extremen Mangel  wieder auszugleichen! Der Arzt war Facharzt doch müsste er mal wieder die Schulbank zum Thema Vitaminen drücken.

Vitamin D oder Medikamente vergiften

Hochdosiertes Vitamin D3, warum wird so viel missverstanden?

Warum haben denn die Ärzte keine Ahnung über hohe Vitamin D-Dosen? Weil die Pharmaindustrie Lehre und Forschung durchdringt. An Vitamin D kann man kein Geld verdienen, das ist das eine Problem. Das andere ist, dass Vitamin D wirklich bei Krankheiten hilft, und die gesünderen Patienten brauchen dann nicht so viele Medikamente – schlecht für Onkel Pharma. Deshalb wird die Einnahme von Vitamin D nicht propagiert, deshalb haben Ärzte meist keine Ahnung, deshalb muss man sich immer wenn man krank ist, eigenständig schlau machen über alternative Heilmethoden.
Deshalb will ich hier Ihnen unbedingt die Angst vor einer Überdosierung nehmen. Es ist noch keiner an einer Überdosierung gestorben! Was dann allerdings passieren kann, ist das zuviel Calcium ins Blut kommt, was eine Hyperkalzämie auslösen kann. Und diese Symptome merkt man: Man fühlt sich krank, hat wenig Appetit dafür aber großen Durst, man muss oft Urin lassen, hat Verstopfung oder Durchfall, Unterleibs-Schmerzen, Muskelschwäche oder Muskelschmerzen, und ist konfus und müde. Wenn Sie diese Symptome nicht haben, haben Sie auch keine Hyperkalzämie. Bei Jeff T. Bowles, der täglich 5.000 bis 100.000 IE an Vitamin D zu sich genommen hat, ist dies nie aufgetreten! Allerdings hat er auch immer zusätzlich Vitamin K2 zu sich genommen, was im Zusammenspiel von Calcium und Vitamin D3 eine Rolle spielt. (lesen Sie hier den ganzen Artikel über das Selbstexperiment von Bowles mit hochdosiertem Vitamin D3 und hier meinen Artikel über Vitamin K).

Eine Überdosierung ist auch leicht am Blutspiegel erkennbar. Jeff T. Bowles hält seinen Spiegel bei etwa 115 ng/ml, nach dem Vitamin D Council ist ein Spiegel bis 100 ng/ml noch völlig im normalen Bereich. Toxisch wird er erst ab 150 ng/ml. Doch als meine erwähnte Bekannte zum Arzt ging und sie Ihren Level auf 80 ng/ml gebracht hatte (mit hohen Dosen an Vitamin D3), war der Arzt entsetzt und sprach von einer „Hypervitaminose“ – einer Überdosierung mit Vitaminen.

Das ist jetzt wieder eine Glaubensfrage: Wem glaubt man: Dem Schulmediziner meiner Bekannten oder alternativen Medizinern wie z. B. dem Arzt Dr. Raimund von Helden? Glaube ich meinem gesunden Menschenverstand oder Onkel Pharma?

Nach einer amerikanischen Webseite hat man zwischen den 40er und 60ern routinemäßig Kindern in Ostdeutschland zwischen Geburt und dem 18. Monat 6 mal 600.000 IE an Vitamin D gegeben. Das sind 3.600.000 IE an Vitamin D in 18 Monaten bei sehr kleinen Menschen! Und das war zwei Jahrzehnte normale Praxis! Eine Studie hat untersucht, ob hohe Dosen an Vitamin D bei Kindern gefährlich sind, und man hat höhere Calcium-Werte im Blut gefunden, aber die Kinder waren bei bester Gesundheit! Allerdings ist mir nicht bekannt, wieviel Vitamin D diese Kinder bekommen haben.

Fazit: Sie können sich nicht überdosieren, wenn Sie Ihren Blutspiegel im Auge behalten. Nach Bowles und meiner bekannten Ärztin ist eine zusätzliche Einnahme von Vitamin K wichtig. Haben Sie weniger Angst vor einer Überdosierung und mehr Angst vor einer Unterversorgung! Nach vielen Medienberichten sei die Angst vor Unterversorgung nur unnötige Panikmache, aber so viele Studien vermuten einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D-Spiegel und Krankheiten! Deshalb: Trauen Sie sich, Vitamin D zu nehmen!

Quellen:

  1. o. A.: Can You Overdose on Vitamin D? It´s Harder Than You Think. In:
http://www.easy-immune-health.com/Overdose-on-Vitamin-D.html (Abruf vom 15.01.2015)
  1. Vitamin D council: I tested my vitamin C level. What do my results mean? In:
  1. Vitamin D Council: Am I getting too much vitamin D? In:
http://www.vitamindcouncil.org/about-vitamin-d/am-i-getting-too-much-vitamin-d/# (Abruf vom 15.01.2015)

Vitamin K2: Der fehlende Nährstoff

Neue Erkenntnisse über Vitamin K2 und Vitamin K1

Eine kürzlich veröffentliche Studie der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Studie) [Prospektive europäische Studie über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs] hat gezeigt, dass eine erhöhte Einnahme von Vitamin K2 das Risiko von Prostatakrebs um 35% reduzieren könnte. Die Autoren machen darauf aufmerksam, dass die Vorteile von K2 bei fortgeschrittenem Prostatakrebs am auffälligsten sind und, ebenfalls wichtig, Vitamin K1 keine Vorteile bei Prostata bot.

Die Ergebnisse basieren auf Daten von mehr als 11.000 Männern, die an einer EPIC Heidelberg Kohortenstudie teilnahmen. Es reiht sich ein in den kleinen aber schnell wachsenden Kreis der Wissenschaft, der sich mit dem potentiellen Nutzen des Vitamin K2 für die Gesundheit von Knochen, Herz-Kreislauf, Haut, Gehirn und nun auch der Prostata beschäftigt.

Hand zeichnet chemische Strukturformel von Vitamin K

Studien über Vitamin K – welche Unterschiede bestehen zwischen Vitamin K2 und Vitamin K1?

Leider ist die Wirkung von Vitamin K2 auf die Gesundheit vielen Leuten noch unbekannt. Die K Vitamine wurden bis vor kurzem unterschätzt und missverstanden sowohl in wissenschaftlichen Kreisen als auch von der Allgemeinheit.

Man ging davon aus, dass die Wirkung von Vitamin K sich auf seine Rolle bei der Koagulation des Blutes beschränkt. Ein weiteres weit verbreitetes Missverständnis ist, dass die Vitamine K1 und K2 lediglich unterschiedliche Formen des gleichen Vitamins sind – mit den gleichen physiologischen Funktionen.

Neue Beweise bestätigen jedoch, dass die Rolle von Vitamin K2 in dem menschlichen Körper viel weit mehr als nur koagulationsfördernd ist sondern auch den Schutz vor Herzkrankheiten, die Förderung gesunder Haut, die Bildung starker Knochen, die Unterstützung der Gehirnfunktion, die Unterstützung von Wachstum und Entwicklung umfasst und hilft, Krebs zu verhindern – um nur einige zu erwähnen.

In der Tat besitzt Vitamin K2 so viele Funktionen, die nicht mit Vitamin K1 in Verbindung gebracht werden können, dass viele Forscher darauf beharren, dass K1 und K2 am besten als zwei völlig unterschiedliche Vitamine zu betrachten sind.

Eine umfassende epidemiologische Studie in den Niederlanden illustriert dies deutlich. Zwischen 1990 und 1993 sammelten die Forscher Daten über die Einnahme von Vitamin K bei den Probanden und maßen das Ausmaß der Herzerkrankung bei jedem Probanden, der daran gestorben ist und wie dies mit der Einnahme von Vitamin K2 und der arteriellen Verkalkung zusammenhing. Sie stellten fest, dass die Verkalkung der Arterien das beste Anzeichen für eine Herzerkrankung war. Bei denjenigen Personen, die bei der Einnahme von Vitamin K2 in dem oberen Drittel lagen, lag die Wahrscheinlichkeit, eine ernsthafte Verkalkung der Arterien zu erleiden um 52 Prozent niedriger, die Wahrscheinlichkeit eine Herzerkrankung zu erleiden um 41% niedriger und die Wahrscheinlichkeit daran zu sterben lag 57% niedriger. (Geleijense et al., 2004, S. 3100-3105). Die Einnahme von Vitamin K1 jedoch hatte keine Auswirkung auf den Ausgang bei kardiovaskulären Krankheiten.

Während K1 vorzugsweise von der Leber benutzt wird, um blutkoagulierende Proteine zu aktivieren, wird K2 vorzugsweise von anderen Geweben verwendet, um Kalzium an entsprechender Stelle zu deponieren wie zum Beispiel in den Knochen und Zähnen und um zu verhindern, dass dies nicht an Stellen deponiert wird, wo es nicht hin gehört, wie zum Beispiel in den Weichgeweben. (Spronk, et al., 2003, S. 531-537). In einer Anerkennung der von den Vitaminen K1 und K2 gespielten unterschiedlichen Rollen stellte letztendlich das United States Department of Agriculture (USDA) [Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten] den Vitamin K2 Gehalt von Nahrungsmitteln in der US Nahrung zum ersten Mal in 2006 fest. (Elder, Haytowitz, Howe, Peterson, & Booth, 2006, S. 436-467).

Eine weiter verbreitete Fehlannahme ist, dass der Mensch kein Vitamin K2 bei seiner Diät benötigt, da er die Fähigkeit besitzt, Vitamin K1 in Vitamin K2 umzuwandeln. Die Menge von Vitamin K1 in typischen Diäten ist 10 Mal größer als bei Vitamin K2 und Forscher und Ärzte haben den Beitrag von K2 zu dem Ernährungsstatus zum größten Teil für unwesentlich gehalten.

Obwohl Tiere jedoch Vitamin K1 in Vitamin K2 umwandeln können, deutet eine beachtliche Menge an Beweisen darauf hin, dass der Mensch vorgeformte K2 in seiner Ernährung benötigt, um einen optimalen Gesundheitszustand zu erlangen und aufrechtzuerhalten. Der stärkste Hinweis, dass der Mensch vorgeformtes Vitamin K2 in seiner Ernährung benötigt liegt darin, dass epidemiologische und Interventionsstudien seine Überlegenheit gegenüber Vitamin K1 unterstreichen. Die Einnahme von K2 steht in umgekehrtem Verhältnis zu Herzerkrankungen bei Menschen während dies bei K1 nicht der Fall ist (Geleijense et al., 2004, S. 3100-3105), und Vitamin K2 ist mindestens dreimal effektiver als Vitamin K1 bei der Aktivierung von Proteinen in Verbindung mit dem skeletalen Stoffwechsel. (Schurgers et al., 2007). Und bedenken Sie auch, dass in der Studie über die Rolle von K2 bei der Behandlung von Prostatakrebs, die ich am Anfang dieses Artikels erwähnte, Vitamin K1 keine Wirkung zeigte.

Alle diese Ergebnisse deuten auf die Möglichkeit hin, dass das Vitamin K2 ein unerlässlicher Nährstoff bei der menschlichen Diät sein könnte. Also, wo findet man Vitamin K2 in Nahrungsmitteln? Nachfolgend ist eine von der USDA erstellte Liste der Nahrungsmittel mit dem höchsten Vitamin K2 Gehalt:

Nahrungsmittel, reich an Vitamin K2

  • Natto
  • Hartkäse
  • Weichkäse
  • Eigelb
  • Butter
  • Hühnerleber
  • Salami
  • Hähnchenbrust
  • Rinderhackfleisch

Genaue Werte stehen für einige Nahrungsmittel, die möglicherweise reich an K2 (wie zum Beispiel Innereien) sind, gegenwärtig leider nicht zur Verfügung. Der Pankreas und die Speicheldrüsen würden am reichhaltigsten sein; reproduktive Organe, Gehirn, Knorpel und möglicherweise auch Nieren wären auch reich an K2. Und schließlich wären Knochen reichhaltiger als Muskelfleisch. Fischeier sind auch möglicherweise reich an K2.

Früher ging man irrtümlicherweise davon aus, dass Darmbakterien einen wesentlichen Beitrag zum Vitamin K Status leisten. Die Mehrheit der Ergebnisse widerlegt diese Ansicht. Der Hauptteil, der im Darm produzierten K2 Vitamine sind in bakteriellen Membranen eingeschlossen und stehen für die Absorption nicht zur Verfügung. Demzufolge trägt die Darmproduktion von K2 nur unwesentlich zum Vitamin K2 Status bei. (Unden & Bongaerts, 1997, S. 217-234).

Auf der anderen Seite jedoch enthalten fermentierte Nahrungsmittel wie zum Beispiel Sauerkraut, Käse und Natto (Sojaspeise, populär in Japan) wesentliche Mengen an Vitamin K2. Natto enthält die höchste Konzentration von K2 unter allen gemessenen Nahrungsmitteln; beinahe alles davon ist als MK-7 vorhanden, d.h. in einer Form, die von der Forschung als hocheffektiv bezeichnet wird. Eine neuerliche Studie zeigte, dass MK-7 die Prozentzahl der Osteocalcin bei Menschen dreimal wirksamer erhöhte als dies bei Vitamin K1 der Fall war. (Schurger & Vermeer, 2000, S. 298-307).

Es ist wichtig darauf zu achten, dass kommerziell produzierte Butter keine signifikant hochwertige Quelle von Vitamin K2 ist. Dr. Weston A. Price, der zuerst die Rolle von Vitamin K2 für die menschliche Gesundheit erläutert hat, (obwohl er dies zu jener Zeit „Activator X“ nannte), analysierte 20,000 Butterproben, die ihm von verschiedenen Teilen der Welt zugesandt wurden. Wie bereits in diesem Papier erwähnt, stellte er fest, dass die Activator X Konzentration sich um das 50-fache unterschied. Tiere, die an Getreidegräsern reich an Vitamin K2 weideten, und insbesondere an Weizengrass und Alfalfa in einem saftigen, grünen Wachstumsstand erzeugten Fett mit dem höchsten Anteil an Activator X, aber auch die Erde, in der die Weide wuchs beeinflusste die Qualität der Butter. Es war lediglich die vitaminreiche Butter von Gräsern gewachsen auf drei Fuß tiefem gesunden Mutterboden, die solch dramatische Heilungseigen¬schaften aufwies, wenn diese mit Lebertran in den Experimenten von Dr. Price und in der klinischen Praxis kombiniert wurde.

Demnach wird der Vitamin K2-Status in Butter von mit Getreide gefütterten Kühen, die in geschlossenen Futterstellen gehalten werden, nicht hoch sein. Da die Mehrheit der in den US verkauften Butter aus solchen Stellen stammt, ist Butter keine bedeutende Quelle von K2 in der Ernährung der meisten Leute. Dies ist ein weiteres Argument dafür, dass wir Rohbutter von Kühen bekommen, die auf grünen Weiden gehalten werden.

Neue Forschung, die unser Verständnis für die vielen bedeutenden Rollen des Vitamins K2 erweitert, wird mit immer schneller veröffentlicht. Es ist jedoch bereits klar, dass Vitamin K2 ein wichtiger Nährstoff für die menschliche Gesundheit ist – und gleichzeitig einer, der von den Gesundheitsbehörden und der Öffentlichkeit immer noch gering erachtet wird.

Warum hier ein Artikel über Vitamin K? Vitamin D und Vitamin K arbeiten zusammen. Ich habe mít einer Ärztin gesprochen, die bei Einnahme von Vitamin D zu einer gleichzeitigen Einnahme von Vitamin K rät. Auch der Autor Jeff T. Bowles, der in einem Selbstversuch hochdosiertes Vitamin D3 zu sich nimmt, rät zur Einnahme von Vitamin K. Deshalb wollte ich dieses Vitamin in meinem Blog stärker unter die Lupe nehmen.