Hochdosiertes Vitamin D3 – Mythos Überdosierung

Der Mythos von der schnellen Überdosierung. Ist die Panik vor hochdosiertem Vitamin D3 wirklich angebracht?

Wenn ich heute Menschen von meinen Vitamin D3-Dosen erzähle, dann ernte ich oft erstaunen. Die Leute nehmen ohne zu zögern Medikamente mit teilweise schlimmen Nebenwirkungen ein, aber die Angst vor dem natürlichen Vitamin D ist größer. Das verwundert mich immer wieder. Man muss aber bedenken, dass die Menschen jedem, der in einem weißen Kittel herumläuft, erstmal bedingungslos glauben. Leider haben aber genau diese „Weißkittel“ oftmals keine Ahnung von Vitamin D3 und anderen alternativen Heilmethoden. Ein Beispiel: Eine Bekannte hatte einen extrem niedrigen Spiegel von 9 ng/ml. Der Arzt verschrieb ihr 1000 IE Vitamin D3 täglich. Das ist viel zu wenig, um einen so extremen Mangel  wieder auszugleichen! Der Arzt war Facharzt doch müsste er mal wieder die Schulbank zum Thema Vitaminen drücken.

Vitamin D oder Medikamente vergiften

Hochdosiertes Vitamin D3, warum wird so viel missverstanden?

Warum haben denn die Ärzte keine Ahnung über hohe Vitamin D-Dosen? Weil die Pharmaindustrie Lehre und Forschung durchdringt. An Vitamin D kann man kein Geld verdienen, das ist das eine Problem. Das andere ist, dass Vitamin D wirklich bei Krankheiten hilft, und die gesünderen Patienten brauchen dann nicht so viele Medikamente – schlecht für Onkel Pharma. Deshalb wird die Einnahme von Vitamin D nicht propagiert, deshalb haben Ärzte meist keine Ahnung, deshalb muss man sich immer wenn man krank ist, eigenständig schlau machen über alternative Heilmethoden.
Deshalb will ich hier Ihnen unbedingt die Angst vor einer Überdosierung nehmen. Es ist noch keiner an einer Überdosierung gestorben! Was dann allerdings passieren kann, ist das zuviel Calcium ins Blut kommt, was eine Hyperkalzämie auslösen kann. Und diese Symptome merkt man: Man fühlt sich krank, hat wenig Appetit dafür aber großen Durst, man muss oft Urin lassen, hat Verstopfung oder Durchfall, Unterleibs-Schmerzen, Muskelschwäche oder Muskelschmerzen, und ist konfus und müde. Wenn Sie diese Symptome nicht haben, haben Sie auch keine Hyperkalzämie. Bei Jeff T. Bowles, der täglich 5.000 bis 100.000 IE an Vitamin D zu sich genommen hat, ist dies nie aufgetreten! Allerdings hat er auch immer zusätzlich Vitamin K2 zu sich genommen, was im Zusammenspiel von Calcium und Vitamin D3 eine Rolle spielt. (lesen Sie hier den ganzen Artikel über das Selbstexperiment von Bowles mit hochdosiertem Vitamin D3 und hier meinen Artikel über Vitamin K).

Eine Überdosierung ist auch leicht am Blutspiegel erkennbar. Jeff T. Bowles hält seinen Spiegel bei etwa 115 ng/ml, nach dem Vitamin D Council ist ein Spiegel bis 100 ng/ml noch völlig im normalen Bereich. Toxisch wird er erst ab 150 ng/ml. Doch als meine erwähnte Bekannte zum Arzt ging und sie Ihren Level auf 80 ng/ml gebracht hatte (mit hohen Dosen an Vitamin D3), war der Arzt entsetzt und sprach von einer „Hypervitaminose“ – einer Überdosierung mit Vitaminen.

Das ist jetzt wieder eine Glaubensfrage: Wem glaubt man: Dem Schulmediziner meiner Bekannten oder alternativen Medizinern wie z. B. dem Arzt Dr. Raimund von Helden? Glaube ich meinem gesunden Menschenverstand oder Onkel Pharma?

Nach einer amerikanischen Webseite hat man zwischen den 40er und 60ern routinemäßig Kindern in Ostdeutschland zwischen Geburt und dem 18. Monat 6 mal 600.000 IE an Vitamin D gegeben. Das sind 3.600.000 IE an Vitamin D in 18 Monaten bei sehr kleinen Menschen! Und das war zwei Jahrzehnte normale Praxis! Eine Studie hat untersucht, ob hohe Dosen an Vitamin D bei Kindern gefährlich sind, und man hat höhere Calcium-Werte im Blut gefunden, aber die Kinder waren bei bester Gesundheit! Allerdings ist mir nicht bekannt, wieviel Vitamin D diese Kinder bekommen haben.

Fazit: Sie können sich nicht überdosieren, wenn Sie Ihren Blutspiegel im Auge behalten. Nach Bowles und meiner bekannten Ärztin ist eine zusätzliche Einnahme von Vitamin K wichtig. Haben Sie weniger Angst vor einer Überdosierung und mehr Angst vor einer Unterversorgung! Nach vielen Medienberichten sei die Angst vor Unterversorgung nur unnötige Panikmache, aber so viele Studien vermuten einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D-Spiegel und Krankheiten! Deshalb: Trauen Sie sich, Vitamin D zu nehmen!

Quellen:

  1. o. A.: Can You Overdose on Vitamin D? It´s Harder Than You Think. In:
http://www.easy-immune-health.com/Overdose-on-Vitamin-D.html (Abruf vom 15.01.2015)
  1. Vitamin D council: I tested my vitamin C level. What do my results mean? In:
  1. Vitamin D Council: Am I getting too much vitamin D? In:
http://www.vitamindcouncil.org/about-vitamin-d/am-i-getting-too-much-vitamin-d/# (Abruf vom 15.01.2015)

Vitamin K2: Der fehlende Nährstoff

Neue Erkenntnisse über Vitamin K2 und Vitamin K1

Eine kürzlich veröffentliche Studie der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC-Studie) [Prospektive europäische Studie über Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs] hat gezeigt, dass eine erhöhte Einnahme von Vitamin K2 das Risiko von Prostatakrebs um 35% reduzieren könnte. Die Autoren machen darauf aufmerksam, dass die Vorteile von K2 bei fortgeschrittenem Prostatakrebs am auffälligsten sind und, ebenfalls wichtig, Vitamin K1 keine Vorteile bei Prostata bot.

Die Ergebnisse basieren auf Daten von mehr als 11.000 Männern, die an einer EPIC Heidelberg Kohortenstudie teilnahmen. Es reiht sich ein in den kleinen aber schnell wachsenden Kreis der Wissenschaft, der sich mit dem potentiellen Nutzen des Vitamin K2 für die Gesundheit von Knochen, Herz-Kreislauf, Haut, Gehirn und nun auch der Prostata beschäftigt.

Hand zeichnet chemische Strukturformel von Vitamin K

Studien über Vitamin K – welche Unterschiede bestehen zwischen Vitamin K2 und Vitamin K1?

Leider ist die Wirkung von Vitamin K2 auf die Gesundheit vielen Leuten noch unbekannt. Die K Vitamine wurden bis vor kurzem unterschätzt und missverstanden sowohl in wissenschaftlichen Kreisen als auch von der Allgemeinheit.

Man ging davon aus, dass die Wirkung von Vitamin K sich auf seine Rolle bei der Koagulation des Blutes beschränkt. Ein weiteres weit verbreitetes Missverständnis ist, dass die Vitamine K1 und K2 lediglich unterschiedliche Formen des gleichen Vitamins sind – mit den gleichen physiologischen Funktionen.

Neue Beweise bestätigen jedoch, dass die Rolle von Vitamin K2 in dem menschlichen Körper viel weit mehr als nur koagulationsfördernd ist sondern auch den Schutz vor Herzkrankheiten, die Förderung gesunder Haut, die Bildung starker Knochen, die Unterstützung der Gehirnfunktion, die Unterstützung von Wachstum und Entwicklung umfasst und hilft, Krebs zu verhindern – um nur einige zu erwähnen.

In der Tat besitzt Vitamin K2 so viele Funktionen, die nicht mit Vitamin K1 in Verbindung gebracht werden können, dass viele Forscher darauf beharren, dass K1 und K2 am besten als zwei völlig unterschiedliche Vitamine zu betrachten sind.

Eine umfassende epidemiologische Studie in den Niederlanden illustriert dies deutlich. Zwischen 1990 und 1993 sammelten die Forscher Daten über die Einnahme von Vitamin K bei den Probanden und maßen das Ausmaß der Herzerkrankung bei jedem Probanden, der daran gestorben ist und wie dies mit der Einnahme von Vitamin K2 und der arteriellen Verkalkung zusammenhing. Sie stellten fest, dass die Verkalkung der Arterien das beste Anzeichen für eine Herzerkrankung war. Bei denjenigen Personen, die bei der Einnahme von Vitamin K2 in dem oberen Drittel lagen, lag die Wahrscheinlichkeit, eine ernsthafte Verkalkung der Arterien zu erleiden um 52 Prozent niedriger, die Wahrscheinlichkeit eine Herzerkrankung zu erleiden um 41% niedriger und die Wahrscheinlichkeit daran zu sterben lag 57% niedriger. (Geleijense et al., 2004, S. 3100-3105). Die Einnahme von Vitamin K1 jedoch hatte keine Auswirkung auf den Ausgang bei kardiovaskulären Krankheiten.

Während K1 vorzugsweise von der Leber benutzt wird, um blutkoagulierende Proteine zu aktivieren, wird K2 vorzugsweise von anderen Geweben verwendet, um Kalzium an entsprechender Stelle zu deponieren wie zum Beispiel in den Knochen und Zähnen und um zu verhindern, dass dies nicht an Stellen deponiert wird, wo es nicht hin gehört, wie zum Beispiel in den Weichgeweben. (Spronk, et al., 2003, S. 531-537). In einer Anerkennung der von den Vitaminen K1 und K2 gespielten unterschiedlichen Rollen stellte letztendlich das United States Department of Agriculture (USDA) [Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten] den Vitamin K2 Gehalt von Nahrungsmitteln in der US Nahrung zum ersten Mal in 2006 fest. (Elder, Haytowitz, Howe, Peterson, & Booth, 2006, S. 436-467).

Eine weiter verbreitete Fehlannahme ist, dass der Mensch kein Vitamin K2 bei seiner Diät benötigt, da er die Fähigkeit besitzt, Vitamin K1 in Vitamin K2 umzuwandeln. Die Menge von Vitamin K1 in typischen Diäten ist 10 Mal größer als bei Vitamin K2 und Forscher und Ärzte haben den Beitrag von K2 zu dem Ernährungsstatus zum größten Teil für unwesentlich gehalten.

Obwohl Tiere jedoch Vitamin K1 in Vitamin K2 umwandeln können, deutet eine beachtliche Menge an Beweisen darauf hin, dass der Mensch vorgeformte K2 in seiner Ernährung benötigt, um einen optimalen Gesundheitszustand zu erlangen und aufrechtzuerhalten. Der stärkste Hinweis, dass der Mensch vorgeformtes Vitamin K2 in seiner Ernährung benötigt liegt darin, dass epidemiologische und Interventionsstudien seine Überlegenheit gegenüber Vitamin K1 unterstreichen. Die Einnahme von K2 steht in umgekehrtem Verhältnis zu Herzerkrankungen bei Menschen während dies bei K1 nicht der Fall ist (Geleijense et al., 2004, S. 3100-3105), und Vitamin K2 ist mindestens dreimal effektiver als Vitamin K1 bei der Aktivierung von Proteinen in Verbindung mit dem skeletalen Stoffwechsel. (Schurgers et al., 2007). Und bedenken Sie auch, dass in der Studie über die Rolle von K2 bei der Behandlung von Prostatakrebs, die ich am Anfang dieses Artikels erwähnte, Vitamin K1 keine Wirkung zeigte.

Alle diese Ergebnisse deuten auf die Möglichkeit hin, dass das Vitamin K2 ein unerlässlicher Nährstoff bei der menschlichen Diät sein könnte. Also, wo findet man Vitamin K2 in Nahrungsmitteln? Nachfolgend ist eine von der USDA erstellte Liste der Nahrungsmittel mit dem höchsten Vitamin K2 Gehalt:

Nahrungsmittel, reich an Vitamin K2

  • Natto
  • Hartkäse
  • Weichkäse
  • Eigelb
  • Butter
  • Hühnerleber
  • Salami
  • Hähnchenbrust
  • Rinderhackfleisch

Genaue Werte stehen für einige Nahrungsmittel, die möglicherweise reich an K2 (wie zum Beispiel Innereien) sind, gegenwärtig leider nicht zur Verfügung. Der Pankreas und die Speicheldrüsen würden am reichhaltigsten sein; reproduktive Organe, Gehirn, Knorpel und möglicherweise auch Nieren wären auch reich an K2. Und schließlich wären Knochen reichhaltiger als Muskelfleisch. Fischeier sind auch möglicherweise reich an K2.

Früher ging man irrtümlicherweise davon aus, dass Darmbakterien einen wesentlichen Beitrag zum Vitamin K Status leisten. Die Mehrheit der Ergebnisse widerlegt diese Ansicht. Der Hauptteil, der im Darm produzierten K2 Vitamine sind in bakteriellen Membranen eingeschlossen und stehen für die Absorption nicht zur Verfügung. Demzufolge trägt die Darmproduktion von K2 nur unwesentlich zum Vitamin K2 Status bei. (Unden & Bongaerts, 1997, S. 217-234).

Auf der anderen Seite jedoch enthalten fermentierte Nahrungsmittel wie zum Beispiel Sauerkraut, Käse und Natto (Sojaspeise, populär in Japan) wesentliche Mengen an Vitamin K2. Natto enthält die höchste Konzentration von K2 unter allen gemessenen Nahrungsmitteln; beinahe alles davon ist als MK-7 vorhanden, d.h. in einer Form, die von der Forschung als hocheffektiv bezeichnet wird. Eine neuerliche Studie zeigte, dass MK-7 die Prozentzahl der Osteocalcin bei Menschen dreimal wirksamer erhöhte als dies bei Vitamin K1 der Fall war. (Schurger & Vermeer, 2000, S. 298-307).

Es ist wichtig darauf zu achten, dass kommerziell produzierte Butter keine signifikant hochwertige Quelle von Vitamin K2 ist. Dr. Weston A. Price, der zuerst die Rolle von Vitamin K2 für die menschliche Gesundheit erläutert hat, (obwohl er dies zu jener Zeit „Activator X“ nannte), analysierte 20,000 Butterproben, die ihm von verschiedenen Teilen der Welt zugesandt wurden. Wie bereits in diesem Papier erwähnt, stellte er fest, dass die Activator X Konzentration sich um das 50-fache unterschied. Tiere, die an Getreidegräsern reich an Vitamin K2 weideten, und insbesondere an Weizengrass und Alfalfa in einem saftigen, grünen Wachstumsstand erzeugten Fett mit dem höchsten Anteil an Activator X, aber auch die Erde, in der die Weide wuchs beeinflusste die Qualität der Butter. Es war lediglich die vitaminreiche Butter von Gräsern gewachsen auf drei Fuß tiefem gesunden Mutterboden, die solch dramatische Heilungseigen¬schaften aufwies, wenn diese mit Lebertran in den Experimenten von Dr. Price und in der klinischen Praxis kombiniert wurde.

Demnach wird der Vitamin K2-Status in Butter von mit Getreide gefütterten Kühen, die in geschlossenen Futterstellen gehalten werden, nicht hoch sein. Da die Mehrheit der in den US verkauften Butter aus solchen Stellen stammt, ist Butter keine bedeutende Quelle von K2 in der Ernährung der meisten Leute. Dies ist ein weiteres Argument dafür, dass wir Rohbutter von Kühen bekommen, die auf grünen Weiden gehalten werden.

Neue Forschung, die unser Verständnis für die vielen bedeutenden Rollen des Vitamins K2 erweitert, wird mit immer schneller veröffentlicht. Es ist jedoch bereits klar, dass Vitamin K2 ein wichtiger Nährstoff für die menschliche Gesundheit ist – und gleichzeitig einer, der von den Gesundheitsbehörden und der Öffentlichkeit immer noch gering erachtet wird.

Warum hier ein Artikel über Vitamin K? Vitamin D und Vitamin K arbeiten zusammen. Ich habe mít einer Ärztin gesprochen, die bei Einnahme von Vitamin D zu einer gleichzeitigen Einnahme von Vitamin K rät. Auch der Autor Jeff T. Bowles, der in einem Selbstversuch hochdosiertes Vitamin D3 zu sich nimmt, rät zur Einnahme von Vitamin K. Deshalb wollte ich dieses Vitamin in meinem Blog stärker unter die Lupe nehmen.

Grundsätzliches zu Vitaminen und Krebs

Schutzstoffe gegen Erkrankungen

Vitamine haben, wie auch viele Mineralstoffe und Spurenelemente, eine entscheidende Funktion bei der Steuerung und Regelung vieler Prozesse im Körper. Sie sind notwendig beim Aufbau der DNS, bei der Synthese von Enzymen, sie dienen als Radikalenfänger und unterstützen die Funktion von Zellen der körpereigenen Abwehr. Sie sind also wichtige Schutzstoffe. Da der Körper viele dieser Stoffe nicht selbst synthetisieren kann, müssen Vitamine oder ihre Vorläuferstoffe, die Provitamine, mit der Nahrung von außen zugeführt werden.

Vitamine und Krebs

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Welchen Zusammenhang gitbt es zwischen Vitaminen und Krebs?

Die vermutete Ursache jeder Krebserkrankung ist eine Regulationsstörung im Bereich der Zellen. Die Zelle hat ihre Steuerungsfähigkeit verloren, deshalb kann sie ihre angestammten Aufgaben beispielsweise als Leberzelle nicht mehr erfüllen. Sie vermehrt sich im Endeffekt unkontrolliert und verdrängt und beschädigt gesundes Gewebe. Dem geht eine Veränderung in der DNS voraus, eine sogenannte Mutation. Diese kann hervorgerufen werden durch Strahlung, der wir täglich ausgesetzt sind sowie durch reaktive Stoffe, die wir zu uns nehmen oder die während des Stoffwechselprozesses entstehen.

Auch zuviel Zucker und Fett sowie Dehydration kann die Ursache für Krebs sein.

Der Körper verfügt normalerweise über eine Reihe von Mechanismen, die bewirken, dass solche Schäden repariert werden oder sich nicht auswirken. So kann es sein, dass Vorläuferzellen von Krebszellen (prämaligne Zellen) lange Zeit im Körper existieren, ohne Schaden anzurichten. Wenn dann durch eine Infektion, eine Allergie, Überlastung, Stress, Vitalstoffmangel etc. der Körper über längere Zeit geschwächt und der Spiegel der Schutzstoffe zu gering ist, kann das zum Ausbruch der Krankheit führen.

Bei vielen Vitaminen existiert eine suboptimale Versorgung
Beispiel Vitamin D:

Dieses Vitamin ist eigentlich ein Hormon, das in der Haut durch Sonneneinstrahlung gebildet wird. In Deutschland und vielen anderen Ländern Nordeuropas ist Vitamin D Mangel weit verbreitet (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=40818). Das hängt einerseits damit zusammen, dass wir uns vorwiegend in geschlossenen Räumen aufhalten und andererseits, dass die UV-Einstrahlung im Winterhalbjahr aufgrund des tiefen Standes der Sonne zu gering ist. Vitamin D ist zwar auch in Eiern, Fisch und Milchprodukten enthalten. Die Mengen sind allerdings zu gering, um einen optimalen Spiegel zu erreichen.

Es gibt schon länger Hinweise darauf, dass Vitamin D nicht nur dem bekannten antirachitischen Effekt hat, sondern dass es mehrere hundert Gene beeinflusst (http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Vitamin_D_wirkt_auf_zahlreiche_Gene1771015587040.html). Auch ein Einfluss auf die Vermehrung von Zellen, auf die Apoptose bei Zellschäden und auf die Angiogenese von Tumorzellen wird diesem Vitamin nachgesagt (http://www.mcbonn.de/infos/www.mcbonn.de_Vitamin_D_und_Krebs.pdf). Obwohl die statischen Untersuchungen ein uneinheitliches Bild ergeben, kann festgestellt werden, dass die Erkrankungsrate bei vielen Krebserkrankungen für Personen mit niedrigem Vitamin D Spiegel deutlich erhöht ist.

Bei bereits diagnostiziertem Brust- oder Darmkrebs konnte bei Patienten mit einem günstigen Vitamin D Spiegel ein vermindertes Tumorwachstum festgestellt werden ( (Newton-Bishop et al., JCO 2009; Ng et al., BJC 2009). Insgesamt wird die Sterblichkeit durch Konzentrationen von 75 bis 90 nmol/l günstig beeinflusst. Studien haben außerdem festgestellt, dass bei einer Chemotherapie der Vitamin D Spiegel in der Regel stark abnimmt. Es zeigte sich zudem, dass die Wirksamkeit von bestimmten Chemotherapien in Verbindung mit Antikörpertherapie bei einem Vitamin D Mangel beeinträchtigt sind (http://www.uniklinikum-saarland.de/aktuelles/pressemitteilungen/einzelansicht/article/vitamin-d-mangel-bremst-moderne-krebstherapie-aus-1/). Die Empfehlungen laufen darauf hinaus, dass gesunde hellhäutige Menschen vorbeugend 1000 IE täglich zu sich nehmen sollten (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=36238). Die vorliegenden Untersuchungen sind ein Hinweis darauf, dass Vitamin D Gaben sowohl bei der Krebsvorbeugung als auch bei der Krebsbehandlung eine Rolle spielen können.

Weil Vitamin D antientzündlich und immunstabilisierend wirkt, kann eine gute Vitamin-D-Versorgung auch vor Rückfällen und Metastasen schützen. Das wurde in Studien für Hautkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs und Darmkrebs überprüft.

(http://www.biokrebs.de/presseinformationen/presseinformationen/1403-krebstherapie-biologisch-und-selbstbestimmt-von-anfang-an).

Beispiel: Vitamin A, B-Vitamine und Vitamin E

Studien aus den USA weisen darauf hin, dass mehrere Vitamine bei der Reparatur und dem Schutz der DNA eine wichtige Rolle spielen (http://www.clinicalnutritionjournal.com/article/S0261-5614(03)00064-5/abstract). Diese Erkenntnisse legen die Vermutung nahe, dass sie auch eine Rolle bei der Krebsvorbeugung spielen, was auch durch Studien belegt ist. Allerdings gibt es noch keine Erkenntnisse darüber, wie hoch die optimale Aufnahme dieser Stoffe sein sollte. Bei Folsäure beispielsweise scheint es so zu sein, dass sie zwar Krebsvorstufen zum Wachstum anregen kann, zugleich aber auch die Entstehung von Tumoren verhindern kann (http://www.medscapemedizin.de/artikel/4900748, http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/830956/wider-diskussion-folsaeure-krebs-haelt.html , http://dgk.de/gesundheit/mikronaehrstoffebiosubstanzen/lexikon/vitamine/vitamin-b-12-cyanocobalamin/praevention.html). Hier sind weitere Analysen gefordert, die sich über längere Zeiträume erstrecken und einen größeren Probandenkreis umfassen.

 

Fazit und Empfehlungen nach heutigem Wissensstand:

Da Vitamine bei vielen Funktionen im Körper eine wichtige Rolle spielen, sind sie selbstverständlich auch bei der Vorbeugung und bei der Therapie von Krebserkrankungen von großer Bedeutung. Weil davon ausgegangen werden kann, dass ein Mangel an Vitaminen zu Störungen oder Fehlfunktionen im Körper führen kann, ist es für eine gesunde Lebensweise wichtig, der Zufuhr dieser lebenswichtigen Bausteine Beachtung zu schenken. Prämaligne Zellen werden möglicherweise bei einer optimalen Vitalstoffzufuhr daran gehindert, sich weiter zu entwickeln.

Viele Studien und Metaanalysen zeigen nämlich, dass eine suboptimale Versorgung mit Vitaminen mit einer statistisch erhöhten Krebswahrscheinlichkeit einhergeht. Da die Datenlage aber bei unterschiedlichen Krebserkrankungen uneinheitlich ist, sollte der Status ärztlich überprüft werden, bevor eine Substitution ins Auge gefasst wird. Mit Ausnahme von Vitamin D (http://www.biokrebs.de/images/stories/download/Therapie_Infos/Vitamin_D.pdf) können die Vitamine in ausreichender Menge durch eine bewusste Ernährung zugeführt werden. Das hat den Vorteil, dass gleichzeitig wichtige Mineralien und sekundäre Pflanzenwirkstoffe enthalten sind, deren immense Bedeutung gerade erst erforscht wird (http://www.biokrebs.de/images/stories/download/broschueren/Ernaehrung-und-Krebs.pdf, http://www.krebshilfe.de/metanavigation/presse/aktuelle-meldungen/aktuelle-presse-meldungen/article/gesund-leben-krebs-vorbeugen-von-klein-an.html?L=0&cHash=df8c08d452b41ae32254b83398b66092). Außerdem erwiesen sich einige Vitamine, in isolierter Form eingenommen, als eher ungünstig. Wer es nicht schafft, sich mithilfe von vitaminreichen Nahrungsmitteln ausreichend zu versorgen, kann auf Präparate zurückgreifen, die aus einer konzentrierten Mischung solcher Nahrungsmittel hergestellt wurden oder aber sich selbst Smoothies zubereiten (http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Wie-gesund-sind-Smoothies-108145.html).

Bei einer Krebserkrankung und während einer Therapie kommt es meistens zu einem vermehrten Bedarf an Vitaminen und anderen Vitalstoffen. Dieses sollte ärztlich abgeklärt werden. Es hat sich gezeigt, dass eine vermehrte Zufuhr einiger Vitamine die Wirkung von bestimmten Chemotherapien sogar verbessern und ihre Nebenwirkungen, auch die Nebenwirkungen von Strahlentherapie, vermindern kann (Keith/Cancer Treatment Reviews, 2007).

 

10 wichtige Warnzeichen für Vitamin D-Mangel

Wenn Sie eines dieser Symptome haben: Lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel messen!

Ein Vitamin D-Mangel steht im Zusammenhang mit vielen Erkrankungen. Doch auch schon die kleinen Wehwehchen können auf einen Mangel hinweisen. Lesen Sie hier, wie sich ein Mangel ankündigen kann:

  • Erschöpfung, schnelle Müdigkeit:
    Sie kommen nicht in die Gänge, alles fällt Ihnen schwer, Sie sind schnell erschöpft? Das kann einen Vitamin-D-Mangel als Ursache haben.
  • Niedergedrückte Stimmung bis hin zur Depression:
    Einhergehend mit der Erschöpfung kann auch Ihre Stimmung leiden. Wenn Sie zu nichts mehr Lust haben, eher VITAMINS. Word cloud concept illustration.niedergedrückt bis despressiv sind, dann lassen Sie unbedingt einen Bluttest machen. Natürlich kann gerade eine Depression viele Ursachen haben, aber falls ein Vitamin D-Mangel die Ursache ist, so ist er einfach und schnell zu beheben. Meine persönliche Meinung ist: Bevor Sie zu Psychopharmaka greifen, stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Sie ausreichend mit Vitamin D versorgt sind. Denn Studien scheinen auf einen Zusammenhang zwischen niedrigem Vitamin D Spiegel und Depression hinzuweisen, allerdings weiß man nicht, ob die Depression der Auslöser für den Mangel ist, oder der Mangel die Depression verursacht. Aber bevor ich eine Pille mit vielen Nebenwirkungen schlucke, würde ich sicher stellen, dass meine Depression keinen Vitamin-D-Mangel als Ursache hat. Übrigens: Welche Rolle Vitamin D im Gehirnstoffwechsel spielt, weiß man nicht so genau, weil der Gehirnstoffwechsel im Detail nicht erforscht ist.
  •  Kopfschmerzen:
    Wenn Sie Kopfschmerzen haben, ist aus meiner Sicht, das erste was Sie tun müssen, erst einmal reichlich Wasser zu trinken. Man bekommt schnell Kopfschmerzen, wenn man dehydriert ist. Aber Kopfschmerzen können auch ein Warnzeichen sein, dass Ihr Vitamin D-Haushalt nicht ausgeglichen ist. In einer norwegischen Studie wurde dieser Zusammenhang hergestellt.
  • generell Schmerzen, wie z. B. Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen:
    Alles ziept und tut weh? Ihre Gelenke wollen nicht mehr wie früher? Das kann natürlich orthopädische oder andere Ursachen haben, aber es kann auch ein Warnzeichen sein. Es gibt auch in Studien Zusammenhänge zwischen der Schmerz- und Erschöpfungskrankheit Fibromyalgie, allerdings sind hier die Studienergebnisse nicht so eindeutig wie bei anderen Erkrankungen.
  • Infektanfälligkeit:
    Personen mit Atemwegs-Infektionen tendieren auch dazu, einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel zu haben.

    Manche Studien zeigten auch auf, dass Personen mit Atemwegs-Infektionen, die einen hohen Vitamin-D-Spiegel hatten, kürzer krank waren oder weniger ausgeprägte Symptome hatten.

  • Unkonzentriertheit:
    Unkonzentriertheit kann gerade auf der Arbeit mehr als lästig sein. Wenn Sie öfter fahrig sind und sich nicht auf eine Sache konzentrieren können, dann testen Sie Ihren Vitamin D-Spiegel.
  • Schlechter Schlaf:
    Sie wachen morgens gerädert auf? Auch das könnte ein Warnzeichen sein. Gleichen Sie mal Ihren Spiegel aus und beobachten Sie Ihren Schlaf, ob er sich verbessert.
  • Schwindel:
    Ich hatte in meiner Familie einen Fall, bei der der jungen Frau jeden Morgen schwindelig war. Sie musste dann oft in die Knie gehen musste, da ihr schwarz vor Augen wurde. Meine Verwandte dachte, das wäre ihr Kreislauf. Doch kaum hatte sie ihren Vitamin D-Spiegel angehoben, verflog der Schwindel. Dann wurde sie mit der Vitamin-D-Einnahme nachlässig und der Schwindel kam wieder. Sofort hat sie Dekristol eingenommen und der Schwindel ging wieder. Für sie ist der Schwindel ein Warnzeichen, dass ihr Vitamin-D-Spiegel zu niedrig ist.
  • Muskelkrämpfe:
    Wenn Muskeln sich zusammenkrampfen, kann das u. a. sowohl ein Magnesiummangel verursacht haben, als auch ein Vitamin D-Mangel. Beides lässt sich einfach beheben.
  • Brüchige Fingernägel oder Nägel mit weißen Flecken:
    Für eine gesunde Entwicklung der Nägel braucht der Körper u. a. auch Vitamin D, deshalb kann die Ursache für brüchige Nägel oder weiße Flecken auf den Nägeln auch ein Mangel sein.

Wenn Sie einen Mangel haben, muss das nicht bedeuten, dass Sie automatisch irgendetwas aus dieser Liste vorweisen müssen. Auch wenn Sie andere Symptome haben, lassen Sie Ihren Spiegel messen, das kostet nicht viel. Ein einfacher Besuch beim Hausarzt oder in einem medizinischen Labor reicht.

Quellen:

Dr. Gumpert: Spröde Fingernägel. In: http://www.dr-gumpert.de/html/sproede_fingernaegel.html (Abruf vom 08.09.2014)

Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. Joachim Gärtner & Dr. Andrea Servatius: Allgemein anerkannte ärztliche Feststellungen zum Vitamin D. In: http://www.gaertner-servatius.de/spektrum/vitamin-d-mangel.php (Abruf vom 08.09.2014)

Diagnostik Zentrum Fleetinsel Hamburg: Pressemeldungen: Grau, Trübe, ungemütlich: Winterwetter verursacht Vitamin-D-Mangel bei Groß und Klein – wie schädlich ist dieser Zustand? In: http://www.diagnostik-zentrum.de/news/pressemeldungen/pressemeldung/?L=0&tx_ttnews[tt_news]=23&cHash=8e203e1e1fa1e675793b79cac6075907 (Abruf vom 08.09.2014)

Vitamin D Council: Respiratory Infections. In: http://www.vitamindcouncil.org/health-conditions/respiratory-infections/ (Abruf vom 08.09.2014)

Vitamin D Council: Fibromyalgia. In: http://www.vitamindcouncil.org/health-conditions/fibromyalgia/ (Abruf vom 08.09.2014)