Was ist Magnesium?

Das essentielle Mineral aus der Erde

Magnesium (chemisch Mg abgekürzt) ist ein Mineral, das der Körper zum Leben braucht, jedoch nicht eigenständig herstellen kann. Da das reine Element sehr reaktionsfreudig ist, kommt es in der Natur alleine nicht vor, jedoch in vielen Verbindungen mit anderen Elementen wie dem Calcium, Sulfat oder Chlor. Fast 2 % der Erdkruste besteht aus Magnesium bzw. einem seiner mineralischen Verbindungen. Auch besonders häufig kommt es im Meerwasser vor, wo in 1 Kubikmeter Wasser 1 Kilo Magnesium gelöst ist. Seinen Namen hat Magnesium bekommen, da es oft in magnetisierbaren Mineralien wiederzufinden ist.

magnesium-erdkruste

Die Natur braucht Magnesium zum Leben. Pflanzen brauchen Magnesium bei ihrer Photosynthese und auch Tiere und Menschen brauchen Magnesium für viele Prozesse in ihren Körpern.

Der menschliche Körper kann 350 biochemische und bioelektrische Prozesse nicht ausführen, wenn er kein Magnesium hat!

Deshalb ist dieses Mineral ein essentieller Stoff, es ist somit lebensnotwendig, kann aber vom Körper nicht selbst synthetisiert werden. Ohne Magnesium funktioniert unser Zucker-, Fett-, und Aminosäurestoffwechsel nicht, und ohne Magnesium kann der Körper keinen Sauerstoff nutzen, keine Energie gewinnen und seine Zellen nicht regenerieren. Ohne Magnesium kann sich auch kein Muskel entspannen! Somit schlägt unser größter Muskel, das Herz, nicht mehr, wenn kein Magnesium vorhanden ist.

Unser Körper hat circa 25-35 g Magnesium in sich, das meiste davon ist in den Knochen, weiteres Magnesium ist viel in der Muskulatur, in der Leber und in den Weichteilen.

Woher bekommt der Mensch nun sein notwendiges Magnesium? Aus der Nahrung. Sowohl in Tier- wie auch Pflanzennahrung ist Magnesium vorhanden, und die Pflanzen holen es sich aus den Böden. Auch unser Salz, sofern es kein industrielles Abfallprodukt ist, hat einen hohen Magnesiumgehalt.

Wofür braucht der Körper Magnesium?
Magnesium ist das wichtigste Mineral, das ihr Körper braucht. Um korrekt und effizient zu funktionieren, braucht der Körper viele Nährstoffe. Aber sobald Magnesium fehlt, können 350 biochemische Reaktionen im Körper entweder nicht oder nur unzureichend stattfinden. Das ist, als ob ein Auto mit wenig Öl fahren muss. Des weiteren wird Magnesium für die optimale Aufnahme von Calcium und Pothassium benötigt, und für optimale und effiziente Enzymprozesse. Wie Sie sich vorstellen können, kann Ihr Körper ohne Magnesium nicht optimal funktionieren.

Im folgenden möchte ich Ihnen einen Ausschnitt darüber geben, was Magnesium alles im Körper bewirkt:

  1. Magnesium entspannt die Muskeln (während Calcium sie anspannt). Ohne Magnesium könnte somit unser Herz nicht schlagen.
  2. Auch kleine Muskeln wie die Muskelmembranen der Arterien brauchen Magnesium zum »locker werden«.
  3. Magnesium wird von den Nebennieren für die Produktion von Hormonen dringend benötigt.
  4. Die Nebennieren stellen so auch Cortisol her, dass bei der Regulierung des Blutzuckers-Stoffwechsels benötigt wird.
  5. Insulin ist das Hormon, das bei der Regulation des Zucker-Stoffwechsels hilft. Magnesium verbessert dabei die Reaktion des Insulins auf den Zucker in der Nahrung und optimiert die Aktivität des Insulins beim Regulieren des Blutzuckerlevels.
  6. Magnesium ist für die Aufrechterhaltung von angemessenen Energie-Niveaus sehr wichtig. Mit Magnesium können die Zellen besser die Energie speichern.
  7. Ohne Magnesium kann der Körper kein Calcium aufnehmen und speichern. Somit braucht das ganze Skellettsystem Magnesium zum überleben.
  8. Das Nervensystem braucht Magnesium bei der Bildung von Neurotransmittern und Neuromodulatoren
  9. Die Nerven können an den Synapsen ohne Magnesium nur unzureichend miteinander kommunizieren.
  10. Magnesium ist bei der Bildung aller Proteine im menschlichen Körper beteiligt, zu den Proteinen gehören alle Enzyme, Antikörper, manche Neurotransmitter bzw. Neuropeptide, Gewebe wie Muskeln, Blutgefäße, Knorpel, Sehnen und auch rote und weiße Blutkörperchen und die Blutblättchen.
  11. Ohne Magnesium kann sich die Zelle nicht reparieren oder vermehren, bei der Reparatur der DNS und bei ihrer Verdoppelung zwecks Zellteilung wird Magnesium benötigt. Somit braucht JEDE Zelle Magnesium. Wir haben nach Schätzungen etwa 100 Billionen Zellen in unserem Körper, die alle spätestens zur Zellteilung Magnesium brauchen!

Sie sehen: Ohne Magnesium ist der Körper dem Untergang geweiht. Deshalb ist es sehr wichtig, genügend Magnesium mit der Nahrung auf zu nehmen und einen Mangel vorzubeugen bzw. zu beheben. Lesen Sie hier, in welchen Nahrungsmitteln besonders viel Magnesium ist.

 

Was fördert einen Magnesiummangel? Ganz klassisch: Magnesiumprobleme bei Stress und unausgewogener Ernährung

Ein Magnesiummangel wird nicht einfach durch die Einnahme von Magnesium verschwinden. Sie müssen auch die Faktoren vermeiden, die das Magnesium aufbrauchen könnten, sonst bekommen Sie ihren Magnesiummangel nie in den Griff.

Folgende Faktoren sind Magnesium-Aufbraucher:

  • mentale Aktivität
  • physische Aktivität
  • Koffein
  • Eiweißreiche Ernährung
  • Zu Hohe Calcium-Aufnahme (sehr verbreitet)
  • Ernährung mit viel Natrium
  • Raffinierte Zucker
  • Drogen jeglicher Art
  • Alkohol
  • Tabak
  • Diuretica („Wasser-Pillen“)
  • Viel Schwitzen
  • Durchfall
  • Weißmehl
  • Diabetes
  • Limonaden
  • Operationen oder körperlicher Stress
  • Chronische Schmerzen
  • Kohlenhydratreiche Ernährung
  • Viel Cholesterin oder Triglyceride

Jeder dieser Faktoren wird ihren Magnesiumvorrat aufbrauchen und einen erhöhten Bedarf an Magnesium verursachen. Je vorherrschender diese Faktoren in Ihrem Leben sind, desto mehr Magnesium wird ihr Körper brauchen.

Sie sehen: Es ist doppelt wichtig, sich gesund und ausgeglichen zu ernähren. Zum einen braucht Ihr Körper das im Essen enthaltene Magnesium, zum anderen verbraucht Ihr Körper bei schlechter Nahrung zuviel Magnesium auf.

Wenn Sie sich bei so vielen Ernährungsratgebern unsicher sind, wie eine gesunde Ernährung aussieht, so möchten wir Ihnen die Bücher von Dr. Shinya ans Herz legen. Dr. Shinya ist ein Darmspezialist, der in seinem Leben schon Tausende von Darmendoskopien gemacht hat. Er ist also mit einer Kamera in den Darm gegangen und hat die Leute nach Ihren Ernährungsgewohnheiten gefragt. So hat er sich im Laufe der Jahrzehnte ein gutes Bild machen können, was die Darmgesundheit fördert und was sie zerstört. Letztlich propagiert er eine Ernährung, die vor allen Dingen aus Vollkornprodukten und Gemüse besteht, etwas Fisch und Eiern zulässt aber Fleisch, Milchprodukte und Zucker ausklammert.

 

Lebensmittel mit viel Magnesium

Es lohnt sich, öfters mal eine Tasse Kakao zu trinken und dazu ein Roggen-Vollkornbrot mit Sonnenblumenkernen zu essen. Denn gerade Kakao und Sonnenblumenkerne enthalten viel Magnesium, in 100 gr Kakao sind 425 mg Magnesium und in 100 gr. Sonnenblumenkernen sind 420 mg, dagegen hat der Roggen „nur“ 90 mg pro 100 Gramm. Oder machen Sie sich einen Salat aus Blattspinat mit Weizenkeimen, der Blattspinat hat um die 160 mg und die Weizenkeime gleich 253 mg Magnesium pro 100 gr. Wie wärs mit einem Buchweizenpfannkuchen aus 100 gr. Buchweizen zum Frühstück? Supergesund, denn der Buchweizen hat um die 300 mg Magnesium in sich. Naturreis, Kichererbsen, Hirse und Haferflocken wie auch Erdnüsse und Mandeln bringen es auf 140-170 mg pro 100 gr. Etwas Tofu gefällig? Die Sojabohne hat 220 mg pro 100 gr. Und wenn Sie Kartoffeln essen: Lassen Sie die Schale dran. Denn es befindet sich um die 50 mg Magnesium in den Kartoffeln, das meiste davon sitzt in der Schale. Dazu ganz englisch ein paar weiße Bohnen in Tomatensoße, und schon haben Sie noch mehr gesundes Magnesium intus. Denn die Bohnen und das Tomatenmark bringen es jeweils auf 134 mg/100gr. Guten Appetit!

Quellen:

Aubuchon, Vaughn: Magnesiums Food Summary. In: http://www.vaughns-1-pagers.com/food/magnesium-foods.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Magnesium

  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornnudeln
  • Naturreis 157
  • Weizenkeime 253
  • Hirse 170
  • Kichererbsen 155
  • Haferflocken 140
  • Haferflocken
  • Geflügel
  • Leber 21
  • Fische
  • Kakao: 100 gramm entahlten 415 mg Magnesium
  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkern 100 gr enthalten 420 mg Magnesium
  • Cashewnüsse
  • Erdnüsse 150
  • Sesam
  • Kartoffeln 25
  • Blattspinat
  • Kohlrabi
  • Beerenobst
  • Orangen
  • Bananen
  • Milchprodukte
  • Sojabohne 220
  • Mandeln 170

Reizdarm

Wenn der Darm verrückt spielt – schon mal Ihren Vitamin-D-Spiegel überprüft? Studie zeigt Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegel und Reizdarm

Der Reizdarm ist eine weit verbreitete Erkrankung, zwischen 9-23 % der Bevölkerung auf unserem blauen Planeten leiden unter dieser Verdauungsstörung. Es wird geschätzt, dass der Reizdarm allein in den Staaten jährlich Kosten von 21 Milliarden Dollar erzeugt.

reizdarm

Ein Reizdarm kann sehr unangenehm sein. Warum ein korrekter Vitamin D-Spiegel eventuell helfen könnte.

Jeder zweite, der zum Gastroenterologen geht, klagt beim Arzt über die typischen Beschwerden eines Reizdarms: Durchfall und/oder Verstopfung, Aufgebläht sein, Blähungen, weißen oder gelben Schleim im Stuhl, das Gefühl der Stuhl passiert den Darm nicht komplett oder ein Gefühl dringend auf die Toilette zu müssen. Bei einem Reizdarm haben die Patienten oft Schmerzen im Unterleib, die durch den Stuhlgang gelindert werden und/oder die Schmerzen stehen im Zusammenhang mit dem Stuhl. Teilweise kann ein Reizdarm auch sehr peinlich für den Betroffenen sein.

Es gibt für den Reizdarm keine Pille oder Spritze, die ihn hinwegzaubert. Der Gastroenterologe muss alle möglichen Ursachen in Erwägung ziehen, Zöliakie oder andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Magenkrebs, kranke Bauchspeicheldrüse, Hormonstörungen um nur einige zu nennen. Die Ursache zu finden und zu behandeln kann Jahre dauern.

Gibt es denn nun einen Zusammenhang zwischen Reizdarm und dem Vitamin D-Spiegel? Dies haben Gastroenterologen von der University of Sheffield untersucht. Dabei haben sie die Ausprägung der Erkrankung, ihren Einfluss auf die Lebensqualität und den Vitamin D Status erfasst.

Tatsächlich: Von den 51 Patienten mit Reizdarm waren 82 % mit Vitamin D unterversorgt. Ihr Vitamin-D-Status hat ihre durch den Reizdarm beeinflusste Lebensqualität widergespiegelt.

Das heißt mit einem unteren Vitamin-D-Spiegel war auch die wahrgenommene Lebensqualität schlechter, (sie wurde an dem Ausmaß gemessen, wie der Reizdarm das Leben der Betroffenen beeinflusst hat).

Auch wenn man die Ursache nicht kennt: Kann man nun mit Vitamin D den Reizdarm verbessern? Die Wissenschaftlerin Vicky Grant hat es gemacht. Sie leidet unter den Symptomen eines Reizdarms seit 30 Jahren, hat aber eine deutliche Verbesserung durch die Einnahme von hohen Dosen an Vitamin D festgestellt (es ist mir jedoch nicht bekannt, wie hoch die Dosis war). Die Nahrungsergänzung hat deutlich die Beschwerden zurückgehen lassen, während andere Versuche, den Darm zu heilen, gescheitert sind. Grant betont, dass der Reizdarm eine komplexe Krankheit ist, die auch bei anderen Erkrankungen auftreten kann. Das Vitamin D kann dabei helfen, diese ursächliche Erkrankung mit zu behandeln.

Wikipedia: Reizdarmsyndrom. Unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Reizdarmsyndrom (Abruf vom 15.01.2016)

Brazier: Yvette: Low vitamin D levels associated with IBS. Unter:
http://www.medicalnewstoday.com/articles/304361.php (Abruf vom 15.01.2016)

 

Der Vitamin-D-Haushalt und seine Auswirkungen

Der Vitamin-D-Spiegel im Körper wurde getestet, aber was verraten die Ergebnisse?

Ein Test für die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels wird als sogenannter 25 (OH) D Bluttest bezeichnet und gibt Aufschluss darüber, ob die Vitamin-D-Menge im Körper ausreichend, zu niedrig oder zu hoch ist. Somit können entsprechende Maßnahmen ergriffen und Nahrungsergänzungsmittel genutzt werden, die den Vitamin-D-Spiegel steigen bzw. sinken lassen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Ergebnisse des Tests auch richtig verstanden und gedeutet werden.

So enthalten die Testergebnisse einige Maßeinheiten, die bei Gesundheitsexperten aus den Vereinigten Staaten immer in ng/ml aufgeführt sind, während die Berechnung in anderen Ländern für gewöhnlich in nmol/l erfolgt.

Wer daher seine Ergebnisse von ng/ml in nmol/l umrechnen will, muss jene mit 2,5 multiplizieren. Demnach entsprechen 20 ng/ml einem Wert von 50 nmol/l, denn 20 x 2,5 = 50.

Soll wiederum ein Wert von nmol/l in ng/ml konvertiert werden, so wird jener durch 2,5 dividiert.

Ein Wert von 50 nmol/l ist also identisch mit 20 ng/ml, weil 50: 2,5 = 20.

Nachfolgend gibt es eine kurze Übersicht darüber, in welchen Bereichen sich der Vitamin-D-Spiegel befinden kann, was für gesundheitliche Auswirkungen dies hat und wie Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe leisten. Dabei basieren alle Angaben auf einem durchschnittlichen Körpergewicht von 150 lbs.

Selbstverständlich ist jeder Mensch verschieden, weswegen diese Ergebnisse variieren können. Deshalb sind die unten aufgeführten Tabellen keine Garantie, sondern eher eine Prognose dafür, was sich mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln erreichen ließe. Um wirklich effektiv etwas zu verbessern, ist es jedoch wichtig, den Vitamin-D-Spiegel zweimal jährlich zu testen und die Dosierung der Präparate basierend darauf anzupassen.

Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 0–10 ng/ml

Ein Vitaminspiegel, der sich in diesem Bereich befindet, stellt ein erhöhtes, gesundheitliches Risiko dar. So könnten Muskelschwächen, Bewegungseinschränkungen sowie ein zu niedriger Blutkalziumspiegel vorliegen, was zu instabilen Knochen führt.

Die folgende Tabelle zeigt daher, wie viel jemand mit einem Startwert von 10 ng/ml einnehmen muss, um jenen zu steigern:

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Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 10–20 ng/ml

Solche Werte sind ebenfalls noch unzureichend. Es besteht somit ein erhöhtes Risiko für Osteoporose, Knochenbrüche und Stürze, denn der Körper bekommt nicht genügend Kalzium und ist anfälliger.

Außerdem könnte eine hohe Anzahl an Parathormonen vorliegen, welche den Phosphor- und Kalziumhaushalt im Körper beeinflussen und die Knochen dadurch ebenfalls schwächen.

Beginnend mit 15 ng/ml könnte es mit der folgenden Dosierung aber zu einer Verbesserung kommen:

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Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 20–30 ng/ml

Dieser Vitamin-D-Spiegel birgt zwar nicht so viele Risiken wie niedrigere Werte, doch der Körper produziert trotzdem zu viele Parathormone und bekommt nicht genügend Kalzium. Deshalb sind die Knochen weiterhin schwächer und gefährdeter für Brüche als bei Werten, die 30ng/ml überschreiten.

Mit einem Wert von 25 ng/ml gibt es folgende Dosierungen zur Verbesserung:

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Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 30–40 ng/ml

Werte, die in diesem Bereich liegen, stehen für eine optimale Kalziumversorgung sowie die richtige Menge an Parathormonen und dementsprechend für kräftige, gesunde Knochen. Zusätzlich ergaben Studien, dass diese Ergebnisse auch das Krebsrisiko senken und das Immunsystem stärken.

Wer mit 35 ng/ ml beginnt, kann diesen Wert noch durch folgende Dosierungen optimieren:

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Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 40–50 ng/ml

Diese Testergebnisse besagen, dass eine ausreichende Menge an Vitamin D vorhanden ist. Solche Werte werden allerdings eher erreicht, wenn man seinen Körper ein Jahr lang der Sonne am Äquator aussetzt. In der heutigen Zeit haben deshalb vor allem Volksgruppen in Afrika, die noch immer das traditionelle Leben im Freien führen, diesen Vitamin-D-Spiegel.

Ein derartiges Testergebnis symbolisiert nämlich einen idealen Parathormon- und Kalziumhaushalt, fördert die Durchblutung, stärkt das Herz sowie die Abwehr, senkt das Risiko für manche Krebsarten und hilft stillenden Müttern, ihren Babys das wertvolle Vitamin D über die Muttermilch abzugeben.

Wer seinen Wert aber, trotz 45 ng/ml, noch etwas steigern möchte, kann folgende Optionen nutzen:

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Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 50–60 ng/ml

Dieser Wert beweist eine optimale Versorgung des Körpers, sodass keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 60–80 ng/ml

Dieser Bereich ist zwar relativ hoch, jedoch noch immer angemessen, denn er lässt sich, Studien zufolge, durchaus auf natürlichem und gesundem Weg erzielen.

Ob solch ein Wert letztendlich mehr Vorteile hat als jene zwischen 40 ng/ml und 60 ng/ml, wurde hingegen bisher noch nicht eindeutig festgestellt, allerdings gibt es kein erwiesenes Risiko bei diesen hohen Testergebnissen.

Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 80–100 ng/ml

Grundsätzlich sind auch solche Werte noch vertretbar, allerdings lassen sie sich nicht mehr ohne die Hilfe von ergänzenden Mitteln erreichen.

Des Weiteren gibt es noch keine ausreichenden Kenntnisse darüber, ob diese Testergebnisse noch besser für die Gesundheit wären, aber es sind zumindest keine Gefahren bekannt, die mit jenen einhergehen könnten.

Vitamin-D-Spiegel im Bereich von 100–150 ng/ml

Im Allgemeinen sind jene Werte noch nicht schädlich, jedoch liegen sie bereits in einem zu hohen Bereich. Eine Studie aus Utah fand sogar heraus, dass bei solchen Ergebnissen eine leichte Gefahr für einen unregelmäßigen Herzschlag und sogenanntes Vorhofflimmern bestehen könnte.

Es empfiehlt sich also, Maßnahmen einzuleiten, um die Werte zu senken, es sei denn, man befindet sich schon unter ärztlicher Aufsicht. So sollten keine weiteren Präparate zur Steigerung des Vitamin-D-Spiegels eingenommen werden. Nach drei Monaten ist es zudem ratsam, den Bluttest zu wiederholen und die Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel vollkommen einzustellen, wenn die Werte endlich in einem normalen Bereich sind.

Vitamin-D-Spiegel in einem höheren Bereich als 150 ng/ml

Jeder Wert, der höher ist als 150 ng/ml, stellt ein erhöhtes, gesundheitliches Risiko dar. Für den Fall, dass noch keine ärztliche Kontrolle erfolgt ist, muss daher etwas unternommen werden, um jenen wieder unter 100 ng/ml zu senken.

Selbstverständlich erfolgt dies auch hier durch den Verzicht auf Mittel, die den Vitamin-D-Spiegel steigern. Ein weiterer Test nach drei Monaten zeigt dann, ob sich die Werte wieder in einem normalen Bereich befinden, sodass die Einnahme der Nahrungsergänzungsmittel komplett eingestellt werden kann.

Auf diese Weise können Nahrungsergänzungsmittel dazu beitragen, den Vitamin-D-Haushalt im Körper in einen idealen Bereich zu bringen und damit die gelungene Basis für weniger gesundheitliche Risiken sowie ein besseres Allgemeinbefinden zu schaffen.

 

Vitamin D Council, Referenzen:

  1. Bouillon, R. How to Define Optimal Vitamin D Status. In Vitamin D, Third Edition, by Feldman D, Pike JW and Adams JS. Elsevier Academic Press, 2011.
  2. Centers for Disease Control and Prevention. Second National Report on Biochemical Indicators of Diet and Nutrition, 2012.
  3. Garland CF, French CB, Baggerly LL, Heaney RP. Vitamin D supplement doses and serum 25-hydroxyvitamin D in the range associated with cancer prevention. Anticancer Res. 2011 Feb;31(2):607-11.
  4. Heaney, R. Assessing vitamin D status. Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care, 2011.
  5. Holick MF, Binkley NC, Bischoff-Ferrari HA, Gordon CM, Hanley DA, Heaney RP, Murad MH, Weaver CM; Endocrine Society. Evaluation, treatment, and prevention of vitamin D deficiency: an Endocrine Society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2011 Jul;96(7):1911-30.
  6. Institute of Medicine, Food and Nutrition Board. Dietary Reference Intakes for Calcium and Vitamin D. Washington, DC: National Academy Press, 2010.
  7. Luxwolda MF, Kuipers RS, Kema IP, Janneke Dijck-Brouwer DA, Muskiet FA. Traditionally living populations in East Africa have a mean serum 25-hydroxyvitamin D concentration of 115 nmol/l. Br J Nutr. 2012 Jan 23:1-5.
  8. Smith MB et al. Vitamin D Excess Is Significantly Associated with Risk of Atrial Fibrillation. American Heart Assocation 2011 Meeting. 2011; 124: A14699.
  9. Vieth R. The Pharmacology of Vitamin D. In Vitamin D, Third Edition, by Feldman D, Pike JW and Adams JS. Elsevier Academic Press, 2011.
  10. Zhu K, Austin N, Devine A, Bruce D, Prince RL. A randomized controlled trial of the effects of vitamin D on muscle strength and mobility in older women with vitamin D insufficiency. J Am Geriatr Soc. 2010 Nov;58(11):2063-8.

Ein Hoch auf die Pharmaindustrie! Ein medizinischer Vortrag…

Wie man das Vertrauen in Vitamine zerstört, wenn man keine Fakten hat.

(OMNS, 11. Januar 2010) „Meine Damen und Herren, willkommen zum diesjährigen Jahrestreffen im Welthauptquartier von Pharmapolitikern, Lehrern und Journalisten.

Lassen Sie uns direkt auf den Punkt kommen. Viele unserer Mitglieder und Verbündeten haben sich über etwas beschwert, das für uns ein alarmierendes und gefährliches Segment in der Gesundheitsbranche ist: Die sogenannte ‚orthomolekulare Medizin’.

Wir wollen Ihnen versichern, obwohl dieses therapeutische Vorgehen leider sehr effektiv dabei ist, Krankheiten zu verhindern und zu behandeln, werden wir sicherstellen, dass die Öffentlichkeit niemals davon erfahren wird.

Ja, es war wirklich ein triumphales halbes Jahrhundert. Wie haben wir das gemacht? Es ist wirklich recht einfach. Hier ist eine Zusammenfassung für diejenigen unter Ihnen, die vielleicht das letzte Treffen hier verpasst haben.Pharmaindustrie_Blut

Unser Leitprinzip ist es, die Öffentlichkeit verunsichert zu halten. Jegliche Angst wird es tun, aber wir sind besonders zufrieden mit und empfehlen deshalb die Nutzung der Furcht vor neuen Mutationen von Grippeviren, der Furcht vor Impfengpässen und ganz besonders der Furcht vor der Toxizität von Vitaminen. Unsere Erfolge mit Letzterem waren einfach nur spektakulär.

Natürlich wissen Sie, dass Jahrzehnte an Statistiken der Zentren zur Giftüberwachung zeigen, dass es keine Todesfälle durch Vitamine gegeben hat (1). Sie wissen auch, dass Medikamente – ordnungsgemäß verschrieben und eingenommen wie verordnet – jährlich mindestens 100000 Amerikaner töten (2).

Ganz klar, das Letzte, was wir wollen, ist, dass die Öffentlichkeit wirklich herausbekommt, dass eine Vitamintherapie zehntausend Male sicherer ist als eine Medikamententherapie.

Deshalb empfehlen wir die folgenden Taktiken:

  1. Verlangen Sie immer 100% Sicherheit und 100% Effektivität von einer ernährungsbasierten Therapie. Dies ist besonders effektiv, wenn Sie gleichzeitig die Öffentlichkeit permanent erinnern, dass Sie bei einer Medikamententherapie eine gewisse Menge an gefährlichen, sogar tödlichen Nebenwirkungen erwarten und akzeptieren muss. Und, wenn ein Medikament nicht funktioniert, gibt es immer noch ein anderes, teureres Medikament, das vielleicht doch wirkt.
  2. VitaminCundBGeben Sie immer der Veröffentlichung von Forschung, die Vitamine als unwirksam, oder als regelrecht schädlich darstellt, Priorität. Wählen Sie die Studie mit niedrigdosierten Vitaminen aus; ignorieren Sie die Studie mit Hochdosierten. Unsere beste Waffe ist es, wenn wir niedrigdosierte Nährstoffstudien für Unwirksamkeit kritisieren, während wir die wirksamen Studien mit hohen Dosen diskreditieren, weil sie vielleicht gefährlich sind. Denken sie daran: Wählen Sie die eine negative Vitaminstudie aus; ignorieren Sie die Hunderte von positiven Vitaminstudien.
  3. Wenn eine positive Megavitaminstudie tatsächlich in Ihrer Abteilung, medizinischen Gesellschaft oder für Ihr Journal eingereicht wird, lehnen Sie sie wegen eines Formfehlers ab und nehmen Sie sich ein oder zwei Jahre Zeit, um das zu tun. Noch besser, lassen Sie die Autoren im Journal of Orthomolecular Medicine publizieren. Immerhin wird was auch immer dort veröffentlicht wird, nicht auf den Index der U.S. National Library of Medicine gesetzt (3).“
  4. Verschleierung funktioniert. Vernebeln und verschleiern Sie die Sache. Lassen Sie nie die Wahrheit einer guten Pressemitteilung im Weg stehen. Das haben wir von der Tabakindustrie gelernt: Wenn man sie mit Weisheit nicht gewinnen kann, beeindruckt man sie mit Blödsinn. Denken Sie daran, betonen Sie bei Vitaminen immer das Negative; ignorieren Sie das Positive. Lassen Sie nie die Fakten einem guten Argument im Weg stehen. Ein gutes Argument ist eines, mit dem Sie gewinnen. Es geht hier um Macht, nicht um Gesundheit.
  5. Während die Hälfte der Bevölkerung Vitamine einnimmt, praktiziert weniger als 1% aller Ärzte orthomolekulare Medizin. Das ist eine sehr kleine Minderheit. Wie schwierig kann es schon sein, die zum Schweigen zu bringen? Immerhin, sehen Sie sich an, was wir mit Linus Pauling gemacht haben. Als er sich für Vitamin C aussprach, brachten wir die gesamte medizinische Welt dazu, die einzige Person auszulachen, die in der Geschichte zwei ungeteilte Nobelpreise gewonnen hat. Soviel dazu
  6. Beachten Sie, was der Verhaltensforscher B.F. Skinner gesagt hat: Erziehung ist eine sehr große Zahl an sehr kleinen Schritten. Das Geheimnis ist, immer weiter zu ackern, bei jeder Gelegenheit, die sich bietet. Jedes Mal, wenn wir etwas in den Nachrichten oder in der medizinischen Presse sagen, ist es ein zusätzlicher Schritt, der dabei hilft, die Gehirne der Öffentlichkeit sauber zu waschen und die ernährungsbasierte Medizin endgültig auszulöschen.

Nun gehen Sie zurück an Ihre Computer und machen Sie sich an die Arbeit. Blättern Sie durch diese Ernährungsstudien und beißen Sie sich an den Negativen fest. Die Medien warten schon darauf, von Ihnen zu hören.“

Fußnoten:

(1) Der neueste Jahresbericht der American Association of Poison Control Centers, der im Journal Clinical Toxicology veröffentlicht wurde, weist null Todesfälle durch multiple Vitamine aus; null Todesfälle durch jeglichen der B-Vitamine; null Todesfälle durch die Vitamine A, C, D oder E; und null Todesfälle durch irgendwelche anderen Vitamine. Außerdem gab es null Todesfälle durch irgendwelche anderen mineralischen Nahrungsergänzungen.

Bronstein AC, Spyker DA, Cantilena LR Jr, Green JL, Rumack BH, Heard SE; American Association of Poison Control Centers. 2007 Annual Report of the American Association of Poison Control Centers‘ National Poison Data System (NPDS): 25th Annual Report. Clin Toxicol (Phila). 2008 Dec;46(10):927-1057. Gesamttext zum kostenlosen Download unter: http://www.aapcc.org/annual-reports/ Vitaminstatistiken finden sich in Tabelle 22B, Journalseiten 1027-1028. Mineralstoffe sind in der selben Tabelle, Seite 1024.

(2) Lazarou J, Pomeranz B, Corey P. Incidence of adverse drug reactions in hospitalized patients. JAMA. 1998;279:1200-1205. Siehe auch: Leape LL. Error in medicine. JAMA. 1994 Dec 21;272(23):1851-7.

(3) Saul AW. Medline bias: update. [Editorial] J Orthomolecular Med, 2006. Vol 21, No 2, p 67. http://www.doctoryourself.com/medlineup.html

Zur weiteren Lektüre:

Pharmaceutical Advertising Biases Journals Against Vitamin Supplements. Orthomolecular Medicine News Service, February 5, 2009. http://orthomolecular.org/resources/omns/v05n02.shtml

FDA Claims „Food Supplement“ Deaths; Hides Details from the Public. Orthomolecular Medicine News Service, October 9, 2008. http://orthomolecular.org/resources/omns/v04n13.shtml

Ernährungsbasierte Medizin ist orthomolekulare Medizin.

Orthomolekulare Medizin nutzt sichere, wirksame nahrungsbasierte Therapien, um Krankheiten zu bekämpfen. Mehr Information unter: http://www.orthomolecular.org

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